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Samstag, 10. Mai 2014

Ermutigung von einer lieben Freundin



Der Apostel Paulus

er hatte keine Begierden - also hatte er nichts worauf er hätte neidisch sein können,
er hatte keinen Ruf - also hatte er nichts worum er hätte kämpfen können,
er hatte keinen Besitz - und darum nichts worum er sich hätte sorgen können,
er hatte keine "Rechte" - darum konnte er auch zu Unrecht leiden,
er war bereits zerbrochen - also konnte ihn niemand zerbrechen,
er war "tot" - also konnte ihn niemand töten.
er war geringer als der Geringste - also wer hätte ihn demütigen können?
er hat den Verlust aller Dinge ertragen - also konnte ihn niemand um etwas berauben,
Wirft das irgendein Licht darauf, das der Dämon sagte "Paulus kenne ich"?
Wegen diesem Gottberauschten Mann, erlitt die Hölle Kopfschmerzen.

- Leonard Ravenhill

Dienstag, 6. Mai 2014

Hingabe in der jüngeren Krichengeschichte (Teil 3)



Amy Carmichael (1867 1951)

Amy Carmichael gab ihr Leben, um unter indischen Mädchen zu dienen, die sonst Tempelprostituierte 
hätten werden 
sollen. Nach irischer Art besaß sie eine immense Charakterstärke sowie Führungsqualitäten. Das 
Ausmaß ihre Hingabe an Christus kann man am Besten aus ihren Schriften ersehen. »Die Eide Gottes 
liegen auf mir. Ich darf nicht verweilend m Schattigen spielen, noch irdische Blumen mir pflücken, bis ich
mein Werk vollendet habe und Rechenschaft davon gegeben.«

 http://www.faith2share.net/Portals/0/Site11/AmyCarmichael.gif



William Borden (1887 1913)

William Borden gab wie C.T. Studd Luxus und Wohlstand auf, um dem Ruf Christi zu folgen. Seine
Hingabe aus vollem Herzen zeigt sich in dem Motto »kein Zaudern, kein Rückzug, kein Bedauern«. Er 
sagte: »In jedem Herzen ist ein Thron und ein Kreuz. Wenn Christus auf dem Thron ist, ist das Ich am 
Kreuz; und wenn das Ich – auch nur ein klein wenig – auf demThron sitzt, ist Jesus am Kreuz im Herzen
dieses Menschen. Wenn Jesus den Thron innehat, wirst du dahin gehen, wohin Er dich führt. Jesus auf 
dem Thron verherrlicht jede Arbeit und jeden Ort.«


Eric Liddell (1902 1945)Die Hingabe für den Herrn veranlasste Eric Liddell, den Tag des Herrn genau 
zu beachten. Bei den Olympischen Spielen 1924 in Paris weigerte er sich unerbittlich,

den Hundertmeterlauf, für den er sich qualifiziert hatte, zu laufen, weil er an einem Sonntag stattfand.

Manche nannten ihn einen Verräter Schottlands und Britanniens. Die britischen Sportfunktionäre

waren entsetzt. Aber er ließ sich nicht bewegen. Schließlich war er bereit, den Wettkampf über 400 m

zu laufen, obwohl es nicht seine Disziplin war, aber er fand an einem Wochentag statt. Vor dem Wettlauf 
gab ihm der Mann, der ihn massierte, ein Stück Papier, auf dem zu lesen war: »Im Alten Testament heißt 
es: ›Denn die mich ehren, werde auch ich ehren.‹« Liddell gewann den Kampf und stellte einen neuen 
Weltrekord auf. Als er später als Missionar in einem japanischen Internierungslager starb, schrieb eine 
führende nationale Zeitung: »Schottland hat einen Sohn verloren, der seinem Land an jedem Tag seines 
Lebens große Ehre erwies.«


http://michaeljkruger.com/wp-content/uploads/2013/01/Eric-Liddell.jpg


Betty Scott Stam (1906 1934) Als Betty Scott Stam noch auf der Bibelschule war, schrieb sie dieses 
Gelöbnis vorne in ihre Bibel: »Herr, ich gebe meine eigenen Pläne auf, meine ganzen Wünsche, 
Hoffnungen und Vorhaben (mögen ie fleischlich oder seelisch sein) und nehme Deinen  Willen für mein
 Leben an. Ich gebe mich selbst, mein Leben, mein ganzes Sein endgültig Dir hin, um für immer Dein zu 
sein. Ich übergebe Dir allmeine Freundschaften, all meine Liebe. All die Menschen, die ich liebe, sollen 
den zweiten Platz in meinem Herzen einnehmen. Fülle und versiegle mich mit Deinem Heiligen Geist. Über
Deinen Willen in meinem Leben ganz aus, koste es, was es wolle, jetzt und für immer.« »Denn das Leben
ist für mich Christus und das Sterben Gewinn« (Phil. 1,21). Sie und ihr Mann opferten sich Christus bis 
zum Äußersten als Missionare in China. 1934 wurden sie geköpft. Ihre Geschichte wird berichtet in »The 
Triumphof John and Betty Stam«.


Jim Elliot (19271956)

Alle, die Jim kannten, wussten, dass er wie ein brennender Busch war – brennend und nicht verzehrt. 
Ich selbst war zutiefst beeindruckt von seiner unnachgiebigen Intoleranz gegenüber allen Dingen, die 
zwischen ihm und der Hingabe seines Herzens für Christus standen.
Hierin stimmte er mit James Denney überein, der schrieb: »Wenn Gott wirklich etwas in Christus getan 
hat, wovon die Erlösung der Welt abhängt und wenn Er das bekannt gemacht hat, dann ist es
Christenpflicht, intolerant allem gegenüber zu sein, das diese Wahrheit ignoriert, leugnet oder wegerklärt.« 
Man spürt diese Kompromisslosigkeit in Jims Gebet:Er macht Seine Diener zu einer Feuerflamme. Bin ich nicht 
entzündbar?Gott, befreie mich von der beängstigenden Asbestschicht von ›anderen Dingen‹. Sättige mich mit dem 
Öl des Heiligen Geites, damit ich brennen kann. Aber eine Flamme,vergeht, ist oft kurzlebig. Kannst du, 
meine Seele, das nicht ertragen – ein kurzes Leben? In mir wohnt der Geist des Großen, der ein kurzes
Leben hatte, der von Seinem Eifer für das Haus Gottes verzehrt wurde … Mache mich zu Deinem
Brennstoff, Flamme Gottes.3 Jims Philosophie war: »Der ist kein Narr, der hingibt, was er nicht behalten
 kann, um zu gewinnen,was er nicht verlieren kann.« Zusammen mit vier anderen jungen Männern, die für
 den Herrn brannten, wurde er von den Speeren der Aucas an einem Fluss in Ecuador getötet.

 http://followingafterjesus.files.wordpress.com/2013/04/jim-elliot.jpg

Montag, 5. Mai 2014

Hingabe in der jüngeren Kirchengeschichte (Teil 2)



Anthony Norris Groves (1795 1853)
Anthony Norris Groves war der erste Missionar, der von der Brüdergemeinden aus nach Asien ging.
Als wohlhabender Zahnarzt, der er war, ließ er Luxus und Ansehen hinter sich, um das Evangelium 
in Bagdad und Indien zu predigen. Er praktizierte die Prinzipien christlicher Hingabe. Somit bewies er,
dass es möglich war, die Lehre des Herrn wörtlich zu nehmen. Er lehrte als höchstes Lebensziel die 
Verherrlichung des Herrn; wir sollten alles, was wir haben, daransetzen, um dieses hohe Ziel zu 
erreichen. Das Motto eines Christen sollte sein: »Arbeite hart, verbrauche wenig, gib viel und das alles 
für Christus.« In seiner radikalen Jüngerschaft glaubte er, dass Schätze sammeln auf Erden gerade so im 
Gegensatz zum Wort Gottes steht wie Ehebruch. Wer kann das dementieren, wenn die Bibel beides 
verbietet?

John Nelson Darby (18001882)
John Nelson Darby, ein Zeitgenosse von Groves, hatte den gleichen Geist der Selbstaufopferung. Er 
wanderte durch die irische Hügellandschaft von Wicklow und erlebte, wie Hunderte von Katholiken 
für Christus gewonnen wurden. Er predigte 26 Jahre lang auf dem Kontinent, ohne seinen Koffer 
auszupacken. Überall wo er hinkam, entstanden neutestamentliche Gemeinden. agelang lebte er nur 
von Milch und Nüssen. Einmal saß er in einer billigen italienischen Pension und sang: »Jesus, mein Kreuz hab’ 
ich aufgenommen, alles verlassen, um Dir zu folgen.« Seine Reisen führten ihn in die meisten Teile der 
englischsprechenden Welt. Er übersetzte die Bibel ins Französische, Deutsche und Englische und seine 
eigenen Schriften füllen über 34 Bände. Gott gebrauchte ihn, um die Unterscheidung zwischen den Zeitaltern
zu lehren, die Wahrheit der Entrückung der Gemeinde wieder ans Licht zu bringen und das allgemeine Priestertum 
hervorzuheben.
Dwight L. Moody und C. I. Scofield wurden von seiner Lehre stark beeinflusst. Auch auf 
Bibelschulen in den Vereinigten Staaten hatten seine Lehren eine große Wirkung. Wenige Menschen
seit dem Apostel Paulus hatten so einen weitreichenden Dienst. Seine Philosophie war: »Ach, die 
Freude, nichts zu haben, nichts zu sein, nichts zu sehen als den auferstandenen Christus in 
Herrlichkeit und sich um nichts als um Seine Interessen hier unten kümmern zu dürfen.«

Georg Müller (1805 1892) Georg Müller ist weit bekannt wegen seines Waisenhauses in Bristol, 
England. Es wurde durch Glauben geführt, niemals wurden die finanziellen Nöte bekannt gegeben. 
Es war Müllers Absicht, den Bewohnern von Bristol zu beweisen, dass es einen Gott im Himmel gibt, 
der Gebete beantwortet. Eines Tages fragte Arthur Pierson ihn: »Welches ist das Geheimnis Ihrer   
großen Arbeit und der wundervollen Dinge, die Gott urch Sie getan hat?« Müller schaute einen 
Augenblick auf, dann senkte er seinen Kopf immer tiefer, bis er fast zwischen seinen Knien war. Er 
schwieg einige Momente und sagte dann: »Vor vielen Jahren gab es einen Tag in meinem Leben, an
 dem Georg Müller starb. Als junger Mann hatte ich viele Ambitionen, aber es kam ein Tag, als ich 
all diesen Dingen starb und ich sagte ›von nun an, Herr Jesus, Dein Wille, nicht der meine‹ und von
diesem Tag an begann Gott, in mir und durch mich zu arbeiten.«

David Livingstone (18131873) Die Hingabe David Livingstones an Christus macht seine Größe aus.
 Die Welt feiert ihn als Forscher und Gegner des Sklavenhandels, aber in Wirklichkeit zählte nur 
seine Aufopferung für den Herrn. Seine Arbeit in Afrika ist ein Glanzlicht der christlichen Mission. 
Seine Demut aus ungeteiltem Herzen dem Herrn gegenüber kommt in seinem Motto zum Ausdruck: 
»Ich will auf nichts, was ich habe oder besitze, Wert legen außer in Verbindung mit dem Königreich 
Gottes.« Als er 59 war, schrieb er: »Mein Jesus, mein König, mein Leben, mein Alles; ich weihe Dir 
wieder mein ganzes Sein.« Das Wort ›Urlaub‹ gab es in seinem Wortschatz nicht. Einmal schrieb er 
an eine Missionsgesellschaft, er wäre bereit, überallhin zu gehen – vorausgesetzt es ginge vorwärts.
 Eines Tages fanden ihn seine afrikanischen Brüder auf den Knien – tot. Sein Herz wurde in Afrika
 begraben und sein Körper in der Westminster Abbey beigesetzt. Die Inschrift dort lautet: »Dreißig 
Jahre lang verbrachte er in unermüdlicher Evangelisation.«

Frances Ridley Havergal (18361879) Ein Biograf von Frances Havergal schrieb über sie: »Sie
hatte keinen der gewöhnlichen Ruhmestitel. Was sie auszeichnete, war die Vollkommenheit ihrer 
geistlichen Erfahrung … Sie war rückhaltlos und unbegrenzt hingegeben. Sie hatte das Geheimnis 
des Verzichts entdeckt und sie überließ sich Gott bis zum Äußersten. Demzufolge erreichten und 
bewegten ihre Schriften viele Seelen mit durchdringender Kraft.«1 Als sie einundzwanzig war, sah 
sie das Gemälde von Christus Ecce Homo in der Kunstgalerie in Düsseldorf. 

Hudson Taylor (1832 1905)
Hudson Taylor war der Begründer der China Inland Mission (jetzt ÜMG). Er war derjenige, der das 
Innere Chinas für das Evangelium öffnete. Er identifizierte sich mit den Chinesen in Kleidung, 
Ernährung und in allem, was überhaupt möglich war. Sein Werk wurde durch Glauben getragen; er 
glaubte, dass Gott für das Finanzielle sorgt, wenn Er etwas befiehlt. Er musste sich keine
 Unterstützung erbetteln. In diesem Vorgehen folgte er Georg Müller, der übrigens die Arbeit
Taylors großzügig unterstützte.

Charles Haddon Spurgeon (18561917) Charles Haddon Spurgeon »der König der Prediger«, füllte 
große Auditorien schon, bevor er zwanzig war. Seine gedruckten Predigten erfreuen sich immer
 noch großer Beliebtheit, genauso wie seine ›Schatzkammer Davids‹ (über die Psalmen) und seine 
Morgen- und Abendandachten. Wie so viele der erwählten Gottes knechte war er von Krankheit 
geplagt und legte seine Bibel zum letzten Mal 1892 nieder.

C.T. Studd (1862 1931)
C.T. Studd kam in einem wohlhabenden englischen Haus zur Welt. Sein Vater wurde durch Moody’s 
Predigten errettet und ein Jahr später vertraute sich C.T. Studd Christus an. An der Universität war 
er ein Kricketspieler und einer der Sieben von Cambridge. Sein Lebensmotto war: »Wenn Jesus Christus 
für mich gestorben ist, kann
 mir kein Opfer für Ihn zu groß sein.« Diese Überzeugung führte ihn in den Dienst nach China, Indien
 und Afrika. Er war einer der »Außergewöhnlichen Gottes«, einer von denen, die viel für den Herrn 
taten. Er begründete den Weltweiten Evangeliums- Kreuzzug (WEC). Anstatt seinen Lebensabend 
in der Heimat zu verbringen, zog er es vor, in Afrika zu bleiben, wo er auch starb.

Hingabe in der älteren Kirchengeschichte (Teil 1)

Hingabe in der älteren Kirchengeschichte

Wir müssen nicht glauben, dass es nur zu biblischen Zeiten dramatische Begebenheiten mit hingegebenen Heiligen gab. Der Herr hat immer einen Überrest von Männern und Frauen gehabt, die Ihm ihr Leben vollkommen ausgeliefert haben. Wir dürfen die frühen christlichen Märtyrer wie Polykarp nicht vergessen. Als der Prokonsul drohte,ihn lebendig zu verbrennen, sagte Polykarp: »Das Feuer, das Sie androhen, brennt ungefähr eine Stunde lang und verlöscht dann, aber Sie kennen nicht das Feuer des kommenden Gerichts und die ewige Pein, die den Gottlosen auferlegt wird. Aber was zögern Sie, kommen Sie, tun Sie, was Sie tun wollen.« Als die Soldaten ihn an den Pfahl nageln wollten, sagte er: »Lasst mich so, wie ich bin. Denn der, der mir hilft, das Feuer auszuhalten, wird mich auch befähigen, unbeweglich auf dem Scheiterhaufen zu bleiben, ohne die Sicherheit, die Ihr Euch von den Nägeln erhofft.« Da waren die Helden der Katakomben. Zu jener Zeit wollte der Kaiser sein Imperium vereinen, in welchem es viele verschiedene Elemente hinsichtlich Rasse,
Kultur und Sprache gab. So führte er den Kaiserkult ein. Unter Todesstrafe wurde jedem Bürger befohlen, einmal im Jahr ein wenig Weihrauch auf einen römischen Altar zu legen und zu bekennen: »Der Kaiser ist der Herr.« Sie mussten es gar nicht glauben; sie mussten es nur sagen. Aber die Gläubigen wollten das nicht tun. Ihr feststehender Ausspruch war: »Jesus ist der Herr.« Im letzten Augenblick hätten sie ihren Glauben an Christus widerrufen, den Weihrauch auf den Altar legen und sagen können: »Jesus sei verflucht.« Aber sie waren dem Erlöser treu und diese Ergebenheit kostete sie das Leben.

Die Geschichte ist befleckt mit dem Blut der Waldenser,
Herrnhuter, Hugenotten und der schottischen Covenanter.

John Wycliff (1320 – 1384), bekannt als der Morgenstern der Reformation, bestand darauf, dass das gewöhnliche Volk das Recht hätte, das Wort Gottes in einer
verständlichen Sprache zu haben. Mit diesem Ziel verfasste er die erste komplette Version der englischen Bibel. Er lehrte, dass die Bibel die einzige Autorität in Dingen des Glaubens und des praktischen Lebens sei und dass die Lehre der Wandlung eine gotteslästerliche Täuschung sei. Dies brachte ihn natürlich in Konflikt mit der katholischen Kirche. Vierundvierzig Jahre nach seinem Tod wurde sein Leichnam exhumiert, zu Asche verbrannt und in den Fluss geworfen. Falls Wycliff das
von seinem himmlischen Aussichtspunkt aus gesehen haben sollte, muss er gelacht haben, denke ich.

Johannes Huss (1374 –1415) stand unter dem Einfluss
der Lehren von Wycliff und verbreitete sie in Böhmen. Weil er die hohe Geistlichkeit furchtlos zurechtwies, wurde er jahrelang verfolgt und schließlich vom Papst exkommuniziert. Weil er das Evangelium predigte, wurde er schließlich auf dem Scheiterhaufen von einer Kirche verbrannt, die trunken ist vom Blut der Heiligen.

William Tyndale (1494– 1536) gab uns die erste gedruckte
englische Bibel. Als seine Freunde und ande97 re anfingen, im Wort Gottes zu lesen, fühlte die Kirche sich in ihrer Autorität bedroht. Kardinal Wolsey verteidigte die Kirche gegen die »schädliche Irrlehre« der Bibel. Als – vermutlich ein studierter – Geistlicher zu Tyndale gesandt wurde, um ihn zu bekehren, sagte dieser: »Wenn Gott mein Leben verschont, werde ich innerhalb weniger Jahre dafür sorgen, dass ein Knecht, der hinter dem Pflug hergeht, mehr von den Schriften versteht, als Ihr.« Die letzten 17 Jahre seines Lebens verbrachte er in Gefangenschaft, dann wurde er stranguliert und verbrannt.

Graf Zinzendorf (1700–1760), ein Führer der Herrnhuter,
stand vor einem Gemälde von Steinberg, das den Gekreuzigten darstellte. Da war zu lesen: »All dies tat ich für Dich. Was tust Du für mich?« Diese prüfende Frage brachte ihn dazu, sein Leben, seinen Besitz und seine Gaben der Sache des Herrn zu weihen. Er leitete eine Gruppe christlicher Flüchtlinge auf seinem Besitz in dem Dorf Herrnhut und dort nahm die moderne christliche Missionsbewegung ihren Anfang.

Hugh Latimer (1485– 1555), ein protestantischer Bischof,
sagte: »Wenn ich das Blut Christi mit den Augen meiner Seele sehe, so ist das wahrer Glaube.« Diese Auffassung wurde natürlich von der blinden Staatskirche als Irrlehre betrachtet. Als Latimer und Nicholas Ridley auf dem Scheiterhaufen gebunden wurden, sagte Latimer zu dem anderen Märtyrer: »Seien Sie unbekümmert, Herr Ridley. Durch die Gnade Gottes werden wir beide heute in England ein Licht anzünden, das niemals verlöschen wird.« Und so war es!
Thomas Cranmer (1459–1556) unterschrieb in einem
Moment der Schwäche einen Widerruf von seiner bi98 blischen Position. Aber er fasste wieder Mut und auf em Scheiterhaufen hielt er die schuldige Hand, die den Widerruf unterschrieben hatte, als erstes in die Flammen mit den Worten: »Verdirb diese unwürdige Hand!«

Margaret MacLachlan (1622 – 1685) und Margaret Wilson (1667– 1685) wurden dazu verurteilt in der Flut ertränkt zu werden, weil sie Christus treu waren und sich weigerten, dem Druck von Seiten des Staates nachzugeben. Die Ältere war 63, die Jüngere 18 Jahre alt. Trotz unaufhörlichen Drängens, sich ihren Feinden zu fügen, weigerten sie sich standhaft. Also wurde Margaret
MacLachlan an einen Pfosten im tiefen Wasser gebunden. Die zweite Margaret band man an einen Pfahl, der landeinwärts stand. Die Beamten dachten, wenn Miss Wilson zusah, wie die ältere Frau ertrank, würde sie widerrufen. Als die Flut schließlich das Kinn der älteren Märtyrerin erreichte, konnten die Zuschauer sie sagen hören: »Denn ich bin überzeugt, dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer, wederö Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Gewalten, weder Höhe noch Tiefe, noch irgendein anderes Geschöpf uns scheiden können von der Liebe Gottes …« (Röm. 8,38-39). Bevor sie zu Ende sprechen konnte, wurde sie vom Wasser bedeckt und war dem Sadismus der Feinde Christi entronnen. Als Margaret Wilson sie sterben sah, wurde sie in ihrem Entschluss nicht wankend. Sie sagte vielmehr: »Wenn Gott einer alten Frau Kraft zum Sterben geben kann, kann er sie auch mir geben.« Und so war es. Die Flut kam heran, verschlang sie und sie ging heim, den König zu sehen, den sie mehr als ihr Leben liebte

John Brown (? –1685) war einer der schottischen Covenanter, der lieber starb, als dem Herrn Jesus und den Prinzipien des Wortes Gottes untreu zu werden. Eines Tages umzingelten Lord Claverhouse und seine Männer John, der in der Nähe seines Hauses arbeitete. Sie drängten ihn ins Haus, wo Mrs. Brown ein Baby auf dem Arm hatte. Claverhouse befahl seinen Männern zu schießen, aber diese hatten John Brown vor wenigen Minuten beten gehört und konnten dem Befehl nicht gehorchen. Claverhouse selbst erschoß den gottesfürchtigen Mann, dann wandte er sich an Mrs. Brown und fragte: »Was halten Sie jetzt von Ihrem Mann?« Johns Leichnam lag zu ihren Füßen und sie antwortete: »Ich habe immer viel von ihm gehalten, aber nie so viel wie jetzt.« Als Claverhouse sagte: »Es wäre richtig, Sie neben ihn hinzustrecken«, erwiderte sie prompt: »Ich bezweifle nicht, dass Sie in Ihrer Grausamkeit so weit gehen würden, wenn Sie es dürften, aber wie wollen Sie sich für das Werk dieses Morgens verantworten?«

Martin Luther (1483–1546) wurde durch das Lesen
des Römerbriefs errettet. Er war empört über den Verkauf von Ablässen zum Bau des Petersdoms in Rom. Als er unter Anklage stand, weigerte er sich, den Papst als höchste Instanz anzuerkennen, sondern bestätigte die alleinige Herrschaft Christi. Seine Hingabe leuchtete aus folgenden denkwürdigen Worten: »Mein Gewissen ist gebunden an Gottes Wort.« Später trat er für die drei Soli der protestantischen Reformation ein: »Sola fide (allein durch Glauben); sola gratia (allein durch Gnade); sola scriptura (allein durch die Bibel).«  Er übersetzte die Bibel ins Deutsche und  kämpfte tapfer für den Glauben.

Von Johannes Calvin (1509 – 1564) sagte ein anderer
Reformator: »Er war eifrig im Dienst für den Herrn, dem er sein Herz ganz gegeben hatte.« Obwohl er über ie Autorität von Kirche und Staat anders dachte, machte seine Lehre ihn zu einem der herausragendsten Männer der Reformationszeit, nämlich, dass Errettung durch Glauben ohne Werke, aber zu guten Werken geschieht.

Gleicherweise erinnern wir uns an John Knox (1505–1572), der ein beherzter Verteidiger des Glaubens inSchottland war. Stark beeinflusst von Calvin, war er in unermüdlicher Feind des Götzendienstes und von allen Irrlehren und unbiblischen Lehren des Papstes. Er war es, der sagte: »Gib mir Schottland oder ich sterbe. « Ein Biograf nannte ihn: »Knox, ein Mann von unbeugsamer Charakterstärke und ein geistlicher Riese, der vielleicht stärker als je ein anderer das Denken einer ganzen Nation prägte.« Die katholische Königin Mary von Schottland sagte, sie fürchte seine Gebete mehr als alle Armeen Englands. Man müsste eine umfangreiche Enzyklopädie verfassen, um von den Männern und Frauen aller Jahrhunderte zu berichten, die Christus nachfolgten, ihr Kreuz täglich auf sich nahmen und jedem Versuch, sie zur Verleugnung ihres Glaubens zu bringen, widerstanden.