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Dienstag, 23. Dezember 2014

Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?

Jesus hängt am Kreuz. Dann wundert sich Jesus über einen unangenehmen Geruch. Es ist nicht der Gestank offener Wunden. Es ist etwas anderes. Und es wird immer stärker. Er sieht hinauf zu seinem Vater. Sein Vater erwidert den Blick, aber Jesus erkennt diese Augen nicht wieder. Sie erschüttern die unsichtbare Welt mit Feuer und verdunkeln den sichtbaren Himmel. Und Jesus fühlt sich dreckig. Er hängt zwischen Erde und Himmel beschmutzt von menschlichen Sekreten an seinem Äußeren und jetzt beschmutzt mit menschlicher Verdorbenheit in seinem Inneren.

Der Vater sagt: “Menschensohn! Warum hast du gegen mich gesündigt und meine große Herrlichkeit mit Hohn überhäuft? Du bist dir selbst genug und selbstgerecht – ganz beschäftigt mit dir selbst und aufgeblasen und voll eigennütziger Ambitionen. Du beraubst mich meiner Herrlichkeit und verehrst, was in dir ist, anstatt von dir weg auf den Einen zu sehen, der dich geschaffen hat. 

Du bist habgierig, faul, ein gefräßiger Ehrabschneider und Tratschtante. Du bist ein lügender, eingebildeter, undankbarer, gewissenloser Ehebrecher. Du praktizierst sexuelle Unzucht; du machst Pornographie und füllst deinen Kopf mit vulgären Dingen. Du tauschst meine Wahrheit gegen eine Lüge ein und verehrst das Geschaffene anstatt den Schöpfer. Und so wirst du deinen homosexuellen Leidenschaften überlassen, unanständig gekleidet und nach dem, was verboten ist, lüsternd. Mit deinem ganzen Herzen liebst du das perverse Vergnügen. 

Du hasst deinen Bruder und ermordest ihn mit den Patronen deiner Wut, Schüsse aus deinem eigenen Herzen. Du bringst Babys um, wenn es dir gerade so passt. Du unterdrückst die Armen, handelst mit Sklaven und kümmerst dich nicht um die Bedürftigen. Du verfolgst meine Leute. Du liebst Geld und Ansehen und Ehre. Du kleidest dich in einen Mantel äußerlicher Frömmigkeit, aber innerlich steckt das Skelett eines toten Mannes – du Heuchler! Du bist lauwarm und lässt dich von der Welt sehr leicht umgarnen. Du begehrst und kriegst es nicht, also tötest du. 

Du bist erfüllt mit Neid und Tobsucht und Bitterkeit und Unversöhnlichkeit. Du machst andere für deine Sünde verantwortlich und bist dir zu stolz, um es überhaupt Sünde zu nennen.Du lässt dir nie Zeit, bevor du redest. Und du hast eine messerscharfe Zunge, die mit ihrer Kritik und sündigem Richten peitscht und schneidet. Deine Worte gewähren keine Gnade. Stattdessen ist dein Mund eine Quelle von Verurteilung und Schuld und obszönem Gerede. Du bist ein falscher Prophet, der Menschen verführt. Du spottest deinen Eltern. Du hast keine Selbstbeherrschung. Du bist ein Betrüger, der zu Teilungen und Spaltungen anstiftet. Du bist ein Trinker und ein Dieb. 

Du bist ein ängstlicher Feigling. Du vertraust mir nicht. Du lästerst gegen mich. Du bist eine Ehefrau, die sich nicht unterordnet. Und du bist ein fauler, unbeteiligter Ehemann. Du reichst die Scheidung ein und vernichtest das Gleichnis meiner Liebe zur Gemeinde. Du bist ein Zuhälter und Drogendealer. Du übst Hellseherei aus und betest Dämonen an. Die Liste deiner Sünden geht noch weiter und weiter und weiter. Und ich hasse diese Dinge in dir drin. Ich bin mit Ekel erfüllt und die Empörung über deine Sünde verzehrt mich. Jetzt trinke meinen Kelch!

Und Jesus tut es. Er trinkt stundenlang. Er ext jeden Tropfen der brühend heißen Flüssigkeit von Gottes Hass auf Sünde vermischt mit seinem zur Weißglut gekochten Zorn auf diese Sünde. Das ist der Kelch des Vaters: allumfassender Hass und Wut aufgrund der Sünden jeder vergangener, jetziger und zukünftiger Generation – allumfassender Zorn auf einen nackten Mann fokussiert, der am Kreuz hängt. Der Vater kann seinen geliebten Sohn nicht mehr ansehen, den Schatz seines Herzens, das Spiegelbild seiner selbst. Er sieht weg. Jesus stützt sich nach oben und heult zum Himmel: “Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?”

Rick Gamache

Montag, 22. Dezember 2014

Die Geschichte des Königs

Ein König hatte einen Minister, einen sehr gebildeten Mann, der Christ wurde und seinen Glauben vor dem ganzen Volk bekannte.
Er erklärte, daß er an den Heiland glaube, der in diese Welt gekommen sei, um sie zu erlösen von Schuld und Tod. Dem König war das unverständlich. „Denn“;, sagte er, „wenn ich will, daß etwas geschehen soll, dann gebiete ich meinen Dienern, und das genügt. Warum sollte der König aller Könige selbst in diese Welt kommen?“

Der König wollte den Minister wegen seiner Bekehrung zum Christusglauben entlassen. Da er ihn aber sehr liebte, versprach er ihm Gnade, wenn er eine Antwort auf diese Frage wüßte.
„Gewährt mir 24 Stunden, Majestät, und ich will Euch antworten.“
Er ließ einen geschickten Schnitzkünstler holen und trug ihm auf, eine Puppe anzufertigen und sie genau so zu kleiden wie das zweijährige Kind des Königs.
Am folgenden Tag machte der König im Boot eine Spazierfahrt. Der Schnitzkünstler war angewiesen, sich am Ufer des Flusses aufzuhalten und auf ein vereinbartes Zeichen die Puppe ins Wasser zu werfen. Der König sah die Puppe ins Wasser fallen und in der Meinung, es sei sein Kind, sprang er ins Wasser.
Der Minister fragte ihn anschließend, warum er selbst sein Kind habe retten wollen, wenn doch ein Wort an seine Diener genügt hätte. „Es ist das Herz des Vaters, das so handeln musste!“ erwiderte der König.

Und der Minister antwortete: „So hat sich auch Gott nicht damit zufriedengegeben, den Menschen nur eine Heilsbotschaft zu senden, sondern seine unendliche Liebe ließ ihn selbst vom Himmel herabsteigen, um uns zu retten…“

Sadhu Sundar Singh

Mittwoch, 26. November 2014

Jesus: Wahr und besser


Kurzbiographie über Paul Schneider

Paul Schneider wurde am 29. August 1897 in der Nähe von Bad Kreuznach als Sohn eines Pfarrers geboren. In seinem Heimatort Pferdsfeld besuchte er die Dorfschule und wurde auch von seinem Vater unterrichtet. Danach ging er zum Gymnasium nach Bad Kreuznach. Als die Familie 1910 nach Hochelheim bei Wetzlar umzog, wechselte er auf das Gymnasium in Gießen, wo er das Notabitur machte, um dann in den Ersten Weltkrieg zu ziehen. Nach Ende des Krieges begann er in Gießen Theologie zu studieren. Schon in seiner Studentenzeit ging Pauls Eifer für die Wahrheit bis zum Äußersten. Er wäre deshalb sogar bereit gewesen, Freundschaften zu opfern, schrieb ein Studienfreund. Als junger Mann vermerkte Paul in seinem Tagebuch:
„So bleibt mir also nur, mein Leben ganz auf Gott, den Übervernünftigen und Wunderbaren, Allmächtigen und Grundgütigen zu legen. Von ihm will ich mir sagen lassen, was ich zu tun, wie ich zu leben habe; und auf alle eigenen Maßstäbe verzichten. Herr Gott, zeige du mir mein Ziel, das Ziel meines Lebens und meiner Arbeit! Für dieses Ziel gilt es dann alle Kräfte einzusetzen, ihm dienstbar zu machen, und so manches jetzt so Dunkle muss dann licht werden. Diese befreiende Ausschau schenke mir, mein Gott und Vater!“
Von 1926 bis 1934 war Paul Schneider Pfarrer in Hochelheim und dem Nachbarort Dornholzhausen. 1926 heiratete er seine Frau Margarete. Anfang der dreißiger Jahre erreichte die Weltwirtschaftskrise mit ihren Auswirkungen auch die beiden Dörfer. Als eine Folge davon bekam die NSDAP (Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei) immer mehr Zulauf. Auch wenn Paul Schneider am Anfang unschlüssig war, was von Hitler zu halten sei, war ihm spätestens nach der „Machtergreifung“ 1933 klar, dass die Ziele der Nationalsozialisten nicht mit den Aussagen der Bibel in Einklang zu bringen waren, auch wenn manche Christen dies versuchten. Als am 31. März 1933 der neue, von den Nationalsozialisten dominierte Reichstag zusammenkam, sollten zu diesem Anlass im ganzen Land von 12.00 Uhr bis 12.30 die Glocken geläutet werden. Obwohl Paul Schneider dagegen war, entschied sich der Kirchenvorstand der örtlichen Kirche doch dafür.
Die Nationalsozialisten versuchten, immer mehr Einfluss auf die evangelische Kirche zu nehmen. Daher wurde 1933 der Pfarrernotbund gegründet, der 1934 zur „Bekennenden Kirche“ wurde. Ziel war es, den Einfluss der Nationalsozialisten in der Kirche zurückzudrängen. Paul Schneider gehörte zur Bekennenden Kirche, aber sein Handeln in Bezug auf die Politik war immer vom Evangelium her bestimmt. Die von den Nationalsozialisten dominierte evangelische Organisation, zu der sich viele Pfarrer und Kirchenfunktionäre zählten, hieß „Deutsche Christen“.

In Paul Schneiders Gemeinde kam es dann zum Konflikt wegen der Teilnahme am „Jahresabendmahl“. Er konnte es nicht mit seinem Gewissen vereinbaren, dass Menschen, die ein weltliches Leben führten, daran teilnahmen. Dieser Konflikt mit dem Kirchenvorstand konnte nicht beigelegt werden. Eine zweite Sache kam hinzu: Ernst Röhm (Stabschef der SA) hatte sich in einem Aufruf gegen die frommen Leute gewandt und sie verächtlich gemacht. Paul Schneider hatte dagegen auf der Kanzel und im kirchlichen Bekanntmachungskasten protestiert. Es kam zu einer Anzeige gegen ihn und er war von nun an besonders dem Druck staatlicher Stellen ausgesetzt. Reichspropagandaminister Goebbels hatte dann noch einen Aufsatz veröffentlicht, der in vielen Zeitungen erschienen war, in dem er Röhms Position unterstützte. Nun nahm Schneider auch gegen Goebbels Stellung, und zwar öffentlich in einer Predigt. Einer von den Nationalsozialisten verfügten Beurlaubung wollte er zunächst nicht nachkommen und eher eine Verhaftung in Kauf nehmen. Schließlich bewarb er sich dann doch auf die freie Pfarrerstelle in Dickenschied und Womrath im Hunsrück. Hier war er offiziell bis zu seinem Tod 1939 Pfarrer.
Kurz nach Antritt der neuen Pfarrstelle ergab sich der nächste Konflikt zwischen ihm und der NSDAP: Bei der Beerdigung eines Hitlerjungen der Nachbarkirchengemeinde sagte der NS-Kreisleiter, der Verstorbene sei in den „himmlischen Sturm Horst Wessel“ eingegangen. Paul Schneider äußerte Zweifel, dass es diesen gebe. Daraufhin wiederholte der Kreisleiter nochmals seine Aussage. Empört machte Paul Schneider nun öffentlich deutlich, dass er dafür verantwortlich sei, dass das Wort Gottes unverfälscht verkündet werde. Die Folge war, dass er am Tag danach, dem 13. Juni 1934, verhaftet wurde. Diese „Schutzhaft“ dauerte eine Woche.

Mit seiner neuen Gemeinde hatte er sich der Bekennenden Kirche angeschlossen. Am 17. März 1935 sollte von dieser ein Wort an die Gemeinden gegen das „Neuheidentum“ der „rassisch-völkischen Weltanschauung“, das die Nationalsozialisten propagierten, im Gottesdienst verlesen werden. In dem Text stand u.a. Folgendes: „Die Wahrheit des Evangeliums wird in aller Öffentlichkeit angegriffen, auch von führenden Männern des Staates … Wer sich gegen diese Bekämpfung des christlichen Glaubens auflehnt, muss gewärtigen, dass er als Staatsfeind gebrandmarkt wird … Der Herr unser Gott ist ein heiliger Gott und lässt sich nicht spotten. Er hat sich geoffenbart in seinem Sohn Jesus Christus, dem Gekreuzigten und Auferstandenen. Es ist kein Gott außer diesem, der der Vater Jesu Christi ist … Was an der Seele eines Volkes versäumt wird, macht kein äußerer Aufstieg, kein politischer, wirtschaftlicher, kein sozialen Aufstieg wieder gut. ‚Gerechtigkeit erhöht ein Volk, aber Sünde ist der Völker Schande‘.“ Das Reichsministerium des Innern verbot das Verlesen vorab und die Geheime Staatspolizei verlangte von allen Pfarrern entsprechend Folgsamkeit. Schneider verweigerte diese und wurde darum vom 16. bis 19. März in Kirchberg inhaftiert.
Vom Sommer 1935 berichtet ein Bekannter: „Auf dem Rückweg [von einem Ausflug] benutzte ich einen Augenblick, als wir allein waren, ihn inständig zu bitten, doch jedes Ärgernis zu meiden. Auf meine Bitten meinte er, er könne allerdings nur versprechen, sich nicht zu einem Martyrium zu drängen; wo immer aber er zu einem Zeugnis aufgerufen würde, könne er nicht anders als bezeugen, dass es auf Erden kein anderes Heil gebe als allein in Jesus Christ.“
Am 29. März 1936 gingen Paul und Margarete Schneider nicht zur Reichstagswahl, da auf dem Wahlzettel nur ein „Ja“ angekreuzt werden konnte. In der Nacht zum nächsten Sonntag wurde das Pfarrhaus beschmiert.

Das nächste Problem zeigte sich im Zusammenhang mit zwei Lehrern der evangelischen Schulen aus den beiden Orten, die dem nationalsozialistischen Zeitgeist anheimgefallen waren und die Kinder negativ beeinflussten. Paul Schneider versuchte vieles, damit diese beiden ihre Position änderten. Da dies nicht gelang, wurden Kirchenzuchtmaßnahmen gegen sie in die Wege geleitet. Bevor diese aber beendet waren, wurde Paul Schneider verhaftet. Vom 31. Mai bis zum 24. Juli 1937 war er im Koblenzer Gestapo-Gefängnis in „Schutzhaft“. Dann wurde er freigelassen. Er bekam aber ein Aufenthaltsverbot für die Rheinprovinz, also auch für seine Gemeinden im Hunsrück. Kurze Zeit hielt er sich daran. Als er aber von den Kirchenvorständen gebeten wurde, in seine Gemeinden zurückzukehren, willigte er ein und begründete dies dem Regierungspräsidenten, dem Reichsinnenminister und der Reichskanzlei gegenüber. Er bestritt dem Staat das Recht, in die Kirche hineinzuregieren. So hielt er trotz des Verbots am 3. Oktober 1937 den Gottesdienst zum Erntedankfest in Dickenschied. Auf dem Weg zum Gottesdienst in Womrath, der am Nachmittag stattfinden sollte, wurde er verhaftet, weil Dickenschieder zwischenzeitlich die Polizei in Kirchberg benachrichtigt hatten. So wurde er wieder ins Gefängnis der Geheimen Staatspolizei Koblenz gebracht.

Am 27. November 1937 wurde Paul Schneider nach Weimar in das neu errichtete KZ Buchenwald verlegt, wo er Zwangsarbeit verrichten musste, z.B. im Steinbruch. Als er bei einem Fahnenappell anlässlich des „Führergeburtstags“ am 20. April 1938 den Hitlergruß verweigerte, seine Mütze nicht abnahm und als Begründung angab: „Dieses Verbrechersymbol grüße ich nicht!“, wurde er öffentlich mit Stockschlägen bestraft und in eine Einzelzelle des Arrestgebäudes („Bunker“) verlegt. Hier war er besonders dem sadistischen „Bunkerchef“, SS-Aufseher Martin Sommer, ausgeliefert.
Seit dieser Zeit predigte er aus dem Zellenfenster zu den auf dem Appellplatz stehenden Häftlingen das Evangelium. Er rief auch Bibelsprüche, Trostworte, Ermutigungen an die Mitgefangenen sowie Anklagen gegen die SS-Männer — trotz ständiger grausamer Misshandlungen durch Martin Sommer und andere, bis er körperlich nur noch ein Wrack und dem Tode nahe war. „Ich weiß, warum ich hier bin“, sagte er zu einem Kameraden. Er wurde mit Einzelarrest, Postsperre, Essensentzug und Folter bestraft. Mehrmals wurde er rund 14 Tage lang ununterbrochen an die Dampfheizung gefesselt und in eine Zelle ohne Licht und ohne Schlafmöglichkeit gesperrt, wo auch noch die Angst- und Leidensschreie aus den nebenliegenden Zellen auf ihn eindrangen. Ihn vom Vertrauen auf seinen Gott abzubringen — das gelang trotzdem nicht! Am 18. Oktober 1938 notierte er:
„Es darf ja nicht schwerer kommen, als wir tragen können, diese Zusage haben wir. Für alles, auch für unser eigenes Reifen und Wachsen, weiß Gott allein die rechte Zeit.“
Am Ostersonntag 1939 zog er sich trotz größter Schmerzen an den Gitterstäben seiner Zelle hoch und rief den Tausenden vom Tode gezeichneten Häftlingen draußen auf dem Appellplatz zu:
„Kameraden, hört mich. Hier spricht Pfarrer Paul Schneider. Hier wird gefoltert und gemordet. So spricht der Herr: ‚Ich bin die Auferstehung und das Leben!‘“
Weiter kam er nicht. Massive Stockschläge ließen ihn wieder verstummen.
Alle bei einem Sondergericht in Köln gegen ihn anhängigen Verfahren waren am 10. Juni 1938 eingestellt worden, da nur eine geringe Strafe zu erwarten war. Er hätte das KZ auf der Stelle verlassen können, wenn er sich dem Ausweisungsbefehl aus der Rheinprovinz gebeugt hätte, was er aber nicht tat, da er sich unter Berufung auf Apostelgeschichte 5,29 — „Man muss Gott mehr gehorchen als Menschen“ — seinen Gemeinden in Dickenschied und Womrath verpflichtet fühlte. „Der Mietling aber und der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht gehören, sieht den Wolf kommen und verlässt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt sie und zerstreut die Schafe. Der Mietling aber flieht, weil er ein Mietling ist und sich nicht um die Schafe kümmert“ (Joh 10,12.13), so seine Begründung.

Nicht zuletzt durch die Folter verschlechterte sich sein körperlicher Zustand immer mehr. „Im Sommer 1939 bekam ich Paul Schneider zum ersten Mal aus nächster Nähe zu Gesicht … Welch ein Anblick! … Der Körper abgemagert zum Skelett, die Arme unförmig geschwollen, an den Handgelenken blaurote, grüne und blutige Einschnürungen … Wie war es möglich, dass dieser Mensch noch lebte?“, so Walter Poller, der Schreiber des Lagerarztes. „Möchten wir nur auch lernen und reifen an dem, was uns aufgegeben wird, und überwinden“, schreibt Paul Schneider am 3. Juli 1939 in einem Brief an seine Frau. Es ist sein letzter. Da er nicht zu beugen ist, wird er am 18. Juli 1939 ermordet — durch Einspritzen einer Überdosis des Herzmedikaments Strophanthin. Am 27. November 1937 war er eingeliefert worden. 14 Monate hatte er in Einzelhaft verbracht.
„Auf Pauls Gesicht lag der Friede und die Hoheit der Erlösten. Ich durfte Paul in diesem Augenblick mit den Augen des Glaubens sehen“, sagte seine Witwe (Mutter von sechs Kindern), die den Toten im Konzentrationslager sehen durfte, bevor der Sarg versiegelt wurde. 1997 sagte sie, 93-jährig: „Er war dazu ausersehen, das Evangelium zu verkündigen zu Zeit und Unzeit. Und das ist seit damals mein Trost.“
„Für uns aber ist dies Zeugnis Paul Schneiders ein einziger Ruf in die Nachfolge des Gekreuzigten.“ — „Wir alle, alle machen Kompromisse über Kompromisse, und es hat zwischen uns jemand gegeben, der nur treu sein wollte, treu seinem Herrn, treu seinem Glauben!“ So zwei Stimmen zur Erinnerung an Paul Schneider, den „Prediger von Buchenwald“, der in seiner Zelle stand und so lange durch das vergitterte Fenster Worte des Lebens rief, bis seine Stimme erstarb.

 Quelle: http://www.soundwords.de/artikel.asp?id=70

http://www.thinkincode.co.za/sites/www.messianicgoodnews.org/wp-content/uploads/2012/10/Paul_and_Gretel_Schneider.jpg

Freitag, 21. November 2014

Gespräche über Angst

Hoffnung wider die Angst
In mir ist es finster,aber bei dir ist das Licht.
Ich bin einsam,aber du verlässt mich nicht.
Ich bin kleinmütig,aber bei dir ist die Hilfe.
Ich bin unruhig,aber bei dir ist der Friede.
In mir ist Bitterkeit,aber bei dir ist die Geduld.
Ich verstehe deine Wege nicht,aber du weisst den Weg für mich.
Dietrich Bonhoeffer (1906-1945)


Durch Gebete weicht der Staub von der Seele und die Last vom Gewissen und die Angst aus dem Herzen.

Hermann von Bezzel


Herr, lass uns immer mit der Möglichkeit rechnen, dass wir leiden müssen, ehe du wiederkommst. Nimm uns die Angst davor und mache uns willig.

Corrie ten Boom
Psalm 61,2-4: «Höre, Gott, mein Schreien und merke auf mein Gebet! Mein Herz ist in Angst; du wollest mich führen auf einen hohen Felsen. Denn du bist meine Zuversicht, ein starker Turm vor meinen Feinden.»
Psalm 69,2-3: «Gott, hilf mir! Denn das Wasser geht mir bis an die Kehle. Ich versinke in tiefem Schlamm, wo kein Grund ist; ich bin in tiefe Wasser geraten, und die Flut will mich ersäufen.»
Psalm 71,20-21: «Du lässt mich erfahren viele und grosses Angst und machst mich wieder lebendig und holst mich wieder herauf aus den Tiefen der Erde. Du baust mich auf und tröstest mich wieder.»

Samstag, 15. November 2014

Ratschläge bezüglich Ehe und Erziehung- Bob Jennings


Nabeel Qureshi - ein Moslem aus Mohammed’s Stamm - suchte Allah – und fand Jesus.

„Allahu Akbar. Ich bezeuge, dass es keinen Gott gibt – außer Allah. Ich bezeuge, dass Muhammed der Gesandte Allahs ist.“ Dies sind die ersten Worte des muslimischen Aufrufs zum Gebet. Sie waren auch die ersten Worte überhapt, die zu mir gesprochen wurden. Wenige Augenblicke, nachdem ich geboren wurde, hat mein Vater sie mir leise sie ins Ohr geflüstert. Genauso wie alle meine Vorväter es ihren Söhnen seit der Zeit von Muhammed zugeflüstert hatten.
Wir sind Qureshis, Nachkommen des Stammes der Quresh – Mohammed’s Stamm. Unsere Familie wacht über die islamische Tradition. Die Worte, die meine Vorfahren mir überliefert hatten, waren mehr als nur ein Ritual: sie definierten mein Leben als Moslem in einem westlichen Land.
Jeden Tag saß ich [als Kind] neben meiner Mutter, die mir dabei half, den Koran auf Arabisch vorzutragen. Fünf Mal am Tag stand ich hinter meinem Vater, der unsere Familie in Gemeinschaftsgebet anleitete. Im Alter von 5 Jahren, konnte ich den gesamten Koran auf Arabisch vortragen und die letzten sieben Kapitel auswendig aufsagen. Mit 15 Jahren hatte ich die letzten 15 Kapitel des Koran auf Englisch und Arabisch auswendig gelernt. Täglich habe ich unzählige Gebete auf Arabisch gesprochen und Allah für einen weiteren Tag gedankt. Auch abends vor dem Schlafen gehen rief ich seinen Namen an.

Es gibt aber etwas, was an dieser Stelle erwähnt werden sollte. Mein Großvater und mein Urgroßvater waren muslimische Missionare, die ihr Leben damit zubrachten „Ungläubigen“ in Indonesien und Uganda den Islam nahezubringen. In meinen Genen habe ich denselben Eifer. Mit ca. 14 Jahren konnte ich bereits Christen [verbal] herausfordern und ihre eigene Theologie durch Fragen zum Einsturz bringen.
Ich konzentrierte mich auf die Identität von Jesus und fragte z.B. „Jesus betete Gott an, weshalb betest du dann Jesus an?“ oder „Jesus sagte: ‘der Vater ist größer als ich‘“ – wie konnte er dann Gott sein?“

Wenn ich Christen aus dem Konzept bringen wollte, bat ich sie die Dreieinigkeit zu erklären. Meistens antworteten sie daraufhin: „Das ist ein Geheimnis.“ In meinem Herzen verspottete ich ihre Unwissenheit und dachte mir: „Das einzige offensichtliche Geheimnis ist, dass es geradezu lächerlich erscheint dem Christentum Glauben zu schenken.“
Jedes Gespräch mit Christen untermauerten meine Ansichten, und ich wurde von der Zuverlässigkeit des Islam immer überzeugter. Der Islam brachte mir Disziplin, den Lebenssinn, Moralvorstellungen, Familienwerte sowie klare Richtlinien für die Anbetung [Allahs] bei. Der Islam war der Lebenssaft, der durch meine Adern floss. Der Islam war meine Identität, die ich so sehr liebte. Ich rief Alle, die bereit waren zuzuhören, auf, den Islam anzunehmen und verkündigte ihnen, dass es keinen Gott gibt außer Allah und dass Mohammed Sein Gesandter ist. Doch genau dort „oben“, auf dem Minarett meines islamischen Lebens, rief Jesus mich zu Sich.

Er war nicht Derjenige, den ich erwartet hätte
Als Erstsemestler an der Old Dominion University in Virginia freundete ich mich mit einem Studenten namens David Wood an. Kurze Zeit nachdem er mir seine Hilfe angeboten hatte, sah ich, dass er die Bibel las. Es fiel mir schwer zu glauben, dass solch eine intelligente Person wie er tatsächlich den für Christen heiligen Text lesen würde. Deshalb startete ich eine Flut von apologetischen [Anm. d.h. „vernunftgemäße Verteidigung des eigenen Glaubens“] Angriffen, angefangen mit dem Bestreiten der Zuverlässigkeit der Bibel über die Verleugnung der Kreuzigung Jesu – selbstverständlich bis hin zur Infragestellung der Dreieinigkeit und der Gottheit Christi.
David reagierte nicht wie andere Christen, mit denen ich argumentiert hatte. Sein Glaube kam nicht ins Schleudern und unsere Freundschaft litt auch nicht darunter. Im Gegenteil, er wurde sogar noch eifriger, beantwortete je nach seinem Kenntnisstand manche Fragen und ging anderen nach, die er nicht beantworten konnte. Dadurch verbrachten wir viel Zeit gemeinsam.
Auch wenn er ein Christ war, konnte ich seinen Eifer für Gott nachvollziehen und respektieren. Innerhalb kurzer Zeit wurden wir gute Freunde. Wir meldeten uns beide für Veranstaltungen an, besuchten Kurse gemeinsam und lernten zusammen für Prüfungen. Die ganze Zeit über debattierten wir über die historischen Fundamente des Christentums. Wir belegten gemeinsam einige Kurse, nur um noch mehr debattieren zu können.
Nachdem ich drei Jahre lang die Ursprünge des Christentums erforscht hatte, zog ich die Schlussfolgerung, dass die Argumente des Christentums überzeugend waren, dass man der Bibel vertrauen kann und dass Jesus am Kreuz starb, von den Toten auferstanden ist, und für sich beanspruchte, Gott zu sein.

David forderte mich heraus, den Islam genauso kritisch unter die Lupe zu nehmen, wie ich das Christentum untersucht hatte. Alles, was ich über Mohammed wusste, hatten mir Imame und meine Eltern beigebracht. Als ich mich letztendlich mit den historischen Quellen befasste, fand ich heraus, dass Mohammed nicht die Person gewesen war, die ich mir vorgestellt hatte. Seine frühesten Biographien erwähnen Gewalt und Wollüstigkeit im Leben des Mannes, den ich als den heiligsten in der Menschheitsgeschichte verehrt hatte.
Schockiert von dieser Evidenz suchte ich „Schützenhilfe“ beim Koran. Aber als ich mich dahin wendete, zerbröckelte mein Fundament genauso schnell. Ich hatte mich auf seinem wunderbaren Wissen und die perfekte Erhaltung als Indizien der Göttlichen Inspiration gestützt; doch beide Überzeugungen gerieten nun ins Wanken.
Die Glaubwürdigkeit des Christentums überwältigte und verwirrte mich zugleich. Andererseits erkannte ich die Schwächen der islamischen Argumentation. Ich ersuchte Allah um Hilfe. War Er womöglich Jesus? Ich wusste weder ein noch aus. Ich mußte von Gott selbst erfahren, wer Er wirklich ist. Als Heranwachsender hatte ich glücklicherweise in meinem muslimischen Umfeld beobachtet, wie Andere Allah um Führung angeflehten. Muslime erwarten, dass Gott insbesondere durch Träume und Visionen zu ihnen redet.

Eine Vision und drei Träume
Im Sommer nach dem Studienabschluss an der Old Dominion University [in Virginia, USA] begann ich Gott tagtäglich anzuflehen. „Sag mir, wer Du bist! Wenn Du Allah bist, zeige mir, wie ich an dich glauben soll. Wenn Du Jesus bist, sage es mir! Ganz gleich wer Du bist und wie hoch der Preis auch sein mag, werde ich Dir nachfolgen.“
Zum Ende meines ersten Jahres an der medizinischen Hochschule, hatte Gott mir eine Vision sowie drei Träume gewährt. Insbesondere der zweite Traum beeindruckte mich zutiefst. Ich träumte, dass ich an der Schwelle einer auffallend schmalen Tür stand und Menschen beobachtete, die ihre Plätze auf einem Hochzeitsfest einnahmen. Ich wollte unbedingt hinein gelangen, aber dies was nicht möglich, weil ich die Einladung meines Freunds David zu der Hochzeit noch nicht angenommen hate. Als ich aufwachte, wusste ich, was Gott mir dadurch mitteilen wollte, aber ich suchte weitere Nachweise. Ich fand dann das Gleichnis von der schmalen Tür im Evangelium nach Lukas 13:22-30. Gott war dabei mir zu zeigen, wie Er mich sah.
Aber ich konnte immer noch nicht durch diese Tür gehen. Wie knnnte ich meine Familie verraten, nach all dem, was sie für mich geleistet hat? Sollte ich Christ werden, würde ich nicht nur alle Verbindungen in meinem muslimischen Umfeld kappen müssen, aber auch meine Familie würde ihre Ehre verlieren. Meine Entscheidung würde nicht nur meinen Ruf, sondern auch meine Familie ruinieren, die mich am meisten geliebt und so viel für mich geopfert hatte.
Ich dachte an die traurigen Auswirkungen der Entscheidung, die ich aber unbedingt treffen musste. Am ersten Tag meines Studienjahres an der medizinischen Hochschule wurde diese Last mir zu schwer.

Auf meiner Suche nach Trost, beschloss ich die Vorlesungen zu schwänzen. Zurück in meiner Wohnung, legte ich den Koran und die Bibel vor mich. Ich wendete mich dem Koran zu, aber darin fand ich keinen Trost. Zum ersten Mal schien dieses Buch völlig unbedeutend für mein Leiden zu sein. Unbedeutend für mein Leben. Es fühlte sich an wie ein totes Buch.
Da ich keine Alternative hatte, öffnete ich das Neue Testament und begann zu lesen. Sehr schnell kam ich zu dem Abschnitt, in dem es heisst: „Glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden!“ [Matthäus 5:4]. Es war so, wie wenn die Worte von der Bibelseite meinem Herzen eine „elektrische Starthilfe“ gaben. Ich konnte nicht aufhören darin zu lesen. Ich las fleißig weiter und kam an die Stelle aus Matthäus 10:37, worin es hieß, dass ich Gott mehr als meine Mutter und meinen Vater lieben sollte. „Aber Jesus,“ sagte ich, „Dich anzunehmen würde für mich bedeuten zu sterben. Ich müsste alles aufgeben.“
Die nächsten Verse sprachen mich an: „Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und Mir nachfolgt, der ist Meiner nicht wert. Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben verliert um Meinetwillen, der wird es finden!“ [Matthäus 10:38-39]. Jesus redete schonungslos und unverblümt: dem Evangelium Gehorsam zu leisten bedeutet für Muslime weit mehr als nur ein Aufruf zum Gebet: es ist ein Aufruf zum Sterben.

Der Verrat
Ich kniete mich am Rand meines Bettes nieder und gab mein Leben auf. Ein paar Tage später waren die beiden Menschen, die ich auf dieser Welt am meisten geliebt hatte, aufgrund meines Verrats am Boden zerstört. Bis auf den heutigen Tag leidet meine Familie immer noch an den Folgen meiner Entscheidung. Jedes Mal erleide auch ich Qualen, wenn ich an den hohen Preis denke, den ich bezahlen musste.
Aber Jesus ist der Gott, der auf unsere Umkehr wartet und Der uns erlöst. Er erlöst Sünder, die aufgrund Seines Todes das Leben haben. Er funktionierte ein „Symbol der Exekution“ in ein „Symbol der Erlösung“ um [Anm. damit ist „das Kreuz“ gemeint].
Er befreite mich von meinen Leiden und half mir Ihm jeden Augenblick vom Herzen zu vertrauen. In meinem Schmerz lernte ich Ihn innigst kennen. Er reichte mir Seine Hand durch meine Recherchen, durch Träume und Visionen. In meinem Leiden rief Er mich zum Gebet. So habe ich zu Jesus gefunden. Um Ihm nachzufolgen lohnt es sich, alles aufzugeben.

Dr. Nabeel Qureshi ist Author des Buchs “Seeking Allah, Finding Jesus: A Devout Muslim’s Journey to Christ” (Zondervan Verlag).






http://www.dominionchurchusa.org/wp-content/uploads/2014/09/Nabeel-Qureshi.jpeg

Montag, 27. Oktober 2014

Bericht aus dem 2.Weltkrieg

Joel König – ein junger, untergetauchter Jude – versteckte sich bis 1944 mitten in Berlin. Immer lebte er in Furcht vor Entdeckung und vor dem Abtransport ins KZ. 
In seinem Großstadt-Versteck, einer abgetrennten Schlafkammer, stand ein riesiges Bücherregal. Nacheinander holte sich Joel in seiner endlosen Langeweile alle Klassiker hervor. Er las und las um sich abzulenken und Trost zu finden. In seiner Biographie schreibt er: „Ich kostete hier, nippte dort, klappte zu und suchte weiter. Schiller, Heine, Nietzsche, Goethe … Waren diese Bücher stumm, oder war ich taub? Oder hatten mir alle Not und Sorgen den Blick verstellt? Die deutschen Klassiker halfen mir nicht aus meiner stummen Wehrlosigkeit. Die Suche nach Lesestoff führte mich zur Beschäftigung mit der Heiligen Schrift.“
Joel König verschlang das Wort Gottes voller Heißhunger: „Die Reden der Propheten vernahm ich dabei mit so einer Unmittelbarkeit, als hätte ich vor zweieinhalb Jahrtausenden in Jerusalem gestanden. Einmal klingelte ein Unbekannter an der Tür. Ich zuckte zusammen und schlug sofort die Bibel zu. Ich dachte, die stimmgewaltige Rede von Amos könnte mich verraten. Dabei hatte ich nur mit den Augen gelesen.“ (Den Netzen entronnen; Die Aufzeichnungen des Joel König. S 259.)

Wann wird die Botschaft dieser trostgewaltigen Stimmen der Propheten endlich zur Wirklichkeit? Wann wird ER richten zwischen den Nationen und Recht sprechen vielen Völkern?

„Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden und ihre Speere zu Winzermessern; nicht wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen.“ (Jes 2,4)

„ER wird richten zwischen vielen Völkern und Recht sprechen mächtigen Nationen bis in die Ferne. Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen schmieden und ihre Speere zu Winzermessern; nicht wird Nation gegen Nation das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr lernen.“ (Micha 4,3)

Autor: Andreas Fett
Quelle: fest und treu, 03/2014

 http://www.ds-wa.org/images/stories/bible-by-candlelight.jpg

Donnerstag, 23. Oktober 2014

Zitat von Sergej Pauli- Weisheit erfordert Arbeit



Wahre Erkenntnis zu erlangen ist eine Arbeit im Schweiße des Angesichts

 

„Was ist der Sinn des Lebens?“, „Wenn Gott gut ist, warum gibt es so viel Böses“, wer hat diese Fra­gen noch nicht aus dem Munde von Men­schen die­ser Welt gehört? Wahr­lich ein Totschlag-Argument, geschickt ein­ge­setzt pariert man alle wei­tere Fra­gen, und das Gewis­sen bleibt unge­rührt. Dabei haben beide Fra­gen tat­säch­lich eine berech­tigte Wich­tig­keit. Den­noch ist das eigent­lich schäd­li­che, die Art und Weise wie diese Fra­gen gestellt werden.
Ich habe sel­ten erlebt, dass die Fra­gen wirk­lich von suchen­den Men­schen gestellt wur­den, son­dern viel­mehr von sol­chen, die die Ant­wort gar nicht inter­es­siert, nach dem Motto: „Sag mir erst, wozu mein Leben da ist, aber du darfst nicht mehr als zwei Minu­ten dafür brau­chen“. Ein wah­rer Sucher würde auch Jahre in Kauf neh­men und die Wahr­heit zu ergründen.
Tat­säch­lich gibt es auf schwere Fra­gen auch nur schwer­wie­gende Ant­wor­ten. Ein­fach ist sie ja, die Ant­wort die den Sinn des Men­schen erklärt. Jeder Kate­chis­mus pro­kla­miert: „Der Sinn und Zweck des Men­schen ist es, zur Ehre Got­tes zu leben“. Aber tat­säch­lich ist jedem ernst­haf­ten Chris­ten klar, dass die­ser Satz zwar schnell aus­ge­spro­chen ist, aber ein gan­zes Leben benö­tigt wird, den Inhalt die­ser Lehre zu Ergründen.
Ich denke darin liegt ein Pro­blem unse­rer Zeit. Man möchte ein Instant-Evangelium: Ja, mit einem Rutsch möchte man auf die Höhen der Apos­tel stei­gen und mit Ihnen Wun­der ver­brin­gen, aber das doch bitte ohne Kampf, ohne harte, jah­re­lange, anstren­gende Nach­folge und mühe­volle Aus­bil­dung bei den Füßen Christi. Voll mäch­ti­gen Geis­tes sein, das möch­ten wir, aber es darf nur keine Mühe kos­ten. Wären alle Weis­heit so leicht zu ergrün­den, müsste die Bibel kaum län­ger sein als das apos­to­li­sche Glaubensbekenntnis.

Und wir wun­dern uns immer noch über unser unfrucht­ba­res, irdi­sches Leben? Wir als Chris­ten müs­sen ler­nen, dass jeder Fort­schritt im Leben tat­säch­lich nur aus Got­tes Gna­den mög­lich ist, aber diese Gnade unse­ren gan­zen Men­schen dabei haben will und dies 24 h am Tag, sie­ben Tage die Woche.
Ja, im Schweiße unse­res Ange­sich­tes wer­den wir irgend­wann wahre Erkennt­nis anrei­chern kön­nen, die uns die Per­son Jesu Christi viel näher brin­gen wird, als wir es für mög­lich hiel­ten. Unter Trä­nen wer­den wir erken­nen, wie groß Gott ist, und wie groß unsere Schuld ist, aber wie viel grö­ßer Jesus Chris­tus ist, der Mitt­ler wurde zwi­schen Mensch und Gott.


Quelle: http://www.nimm-lies.de/weisheit-erfordert-arbeit/8982

Samstag, 11. Oktober 2014

Erfolg und Misserfolg von A.W. Tozer

„Demütigt euch nun unter die allmächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit.“
(1Petr 5,6)

Wie kommt es, dass die bekennende Christenheit so wenig gelernt hat von dem, was unser Herr klar und deutlich über menschliche Erfolge, über Misserfolge und Versagen gelehrt hat, sowohl in einfacher Predigt als auch in Gleichnissen?
Wir sehen immer noch, wie die Menschen sehen – und urteilen nach menschlichen Gesichtspunkten. Welch angestrengter „Biberfleiß“ wird doch auf religiösem Gebiet aus dem fleischlichen Wunsch heraus geleistet, es gut zu machen?

Wie viele Gebetsstunden werden vergeudet, wenn wir Gott anflehen, Projekte zu segnen, die so gestaltet sind, dass sie kleine Menschen verherrlichen?
Wie viel heiliges Geld wird über Menschen ausgeschüttet, die mitsamt ihren tränenreichen Appellen nur eine fleischliche Show aufführen?
Der wahre Christ sollte sich von alldem abwenden. Niemand ist es wert, Erfolg zu haben, bevor er nicht seine Schwachheit einzugestehen bereit ist.
Niemand ist moralisch würdig, Erfolg in religiösen Tätigkeiten zu haben, bevor er nicht bereit ist, die Ehre für den Erfolg anderen zu gönnen, wenn Gott es zulässt.
Gott mag seinem Diener Erfolg erlauben, wenn Er ihn so weit erzogen hat, dass er den Erfolg nicht mehr braucht, um glücklich zu sein. Wer durch den Erfolg erhoben und durch das Versagen zu Boden gedrückt wird, ist noch ein fleischlicher Mensch.

Gott mag seinem Diener den Erfolg erlauben, wenn dieser gelernt hat, dass der Erfolg ihn bei Gott nicht insgesamt angenehmer oder wertvoller macht.
Unsere größte Ehre liegt darin, dem Herrn möglichst in allem nachzufolgen, angenommen zu werden bei denen, die Ihn annehmen, und verworfen zu werden von denen, die Ihn verwerfen, und geliebt zu werden von denen, die Ihn lieben. Welche größere Ehre könnte einem Menschen je gewährt werden?

Montag, 6. Oktober 2014

Kritik an Arbeitern Gottes- Zitat von C.H.Mackintosch

„Noch nie gab es einen Arbeiter Gottes in dieser Welt, der nicht wenigstens einmal in irgendeiner Art und Weise Zurückweisung erlebt hat. Auch der einzig wahre Arbeiter ist bei dieser Regel nicht außen vor. Jesus erlebte ebenso Zurückweisung und Enttäuschung; wäre es anders gewesen, hätte er nicht mit den Menschen in jeder ihrer Lebenssituationen mitfühlen können. Er hat als Mensch all das erlebt, was ein Mensch je erleben und fühlen kann – ausgenommen die Sünde. ,Er ist in allem versucht worden in gleicher Weise wie wir, ausgenommen die Sünde.‘ – ,Er vermag Mitleid zu haben mit unseren Schwachheiten.‘ Er versteht uns vollkommen und geht in alle Umstände mit hinein, die seine Diener während ihrer Arbeit durchmachen müssen.“

http://wabasha-server.net/MACKI_CH.png

Was sind eigentlich Freikirchen?


Folgender Link führt zu einem aufschlussreichen Video, welches die Freikirchen den Landeskirchen gegenüberstellt:

https://www.youtube.com/watch?v=TIhCfmnq34A

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Amy Carmichaels Traum

Amy Carmichael wurde 1867 geboren. Bereits als Jugendliche war sie missionarisch aktiv und gründete eine Gemeinde mit 500 Mitgliedern aus der Unterschicht in Belfast. Später wirkte sie in Indien unter Waisenkindern, die in den Hindutempeln als Sexsklaven dienten. 55 Jahre Missionsarbeit – ohne Rückkehr in die Heimat – im Dienst an denen die als 'nicht liebenswert' angesehen wurden. Amy hatte einen Traum, den sie aufschrieb. Dies ist ihr Traum:

Die Tom-Toms (Trommeln) schlugen die ganze Nacht und die Finsternis umschlang mich, als wäre sie greifbar und lebendig. Schlafen konnte ich nicht und lag wach und sah:


Ich stand auf einem grasigen Flecken und zu meinen Füßen brach ein Abgrund ab in schier unendliche Tiefen. Ich schaute, konnte aber keinen Grund sehen, nur Formen, wie Wolken, schwarz und wütend verschlungen, große mit Schatten verhüllte Höhlen und unermessliche Tiefen. Ich wich zurück, schwindelig durch die Tiefe.
Dann sah ich Formen von Menschen, die einzeln auf dem Gras liefen. Sie bewegten sich auf den Abgrund zu. Da war eine Frau mit einem Baby auf dem Arm und einem anderen Kind, das sich an ihrem Kleid festhielt. Sie war unmittelbar vor dem Abgrund. Dann sah ich, dass sie blind war. Sie hob ihren Fuß zum nächsten Schritt … er trat ins Leere. Sie war fort und die Kinder mit ihr. Oh, der Schrei, als sie fielen!

Ich sah weitere Menschenströme aus allen Richtungen. Alle waren blind, stockblind! Alle steuerten direkt auf den Rand des Abgrundes zu. Schrilles Aufschreien, als sie merkten, wie sie plötzlich fielen. Arme, hilflos in die Luft geworfen, um sich im leeren Raum an irgendetwas festzuklammern. Aber einige gingen leise, und fielen ohne einen Laut.

Ich fragte mich, mit einer Verwunderung, die einfach nur Qual war, warum sie niemand am Rand des Abgrundes aufhielt. Ich selbst konnte es nicht. Ich war auf den Boden festgeklebt, und konnte nur rufen. Aber obwohl ich mit aller Anstrengung versuchte, kam nicht mehr als ein Flüstern.

Dann sah ich, dass entlang der Abgrundkante in Abständen Wachen aufgestellt waren. Aber die Abstände waren zu groß! Es gab große, unbewachte Lücken. Durch diese Spalten fielen die Menschen in ihrer Blindheit; völlig ungewarnt. Und das grüne Gras schien mir blut-rot zu sein, und die Kluft gähnte wie der Mund der Hölle.
Dann sah ich etwas, wie ein kleines Bild des Friedens: eine Gruppe von Menschen saßen unter Bäumen mit dem Rücken zum Abgrund. Sie stellten Gänseblümchenketten her. Manchmal, wenn ein herzzerreißender Schrei die Stille durchbrach, fühlten sie sich gestört, und sie empfanden das als einen ziemlich vulgären Lärm. Wenn dann einer von ihnen aufsprang und gehen wollte, um etwas zu unternehmen – um zu helfen – dann zogen all die anderen den einen wieder runter.  "Was regst  du dich so auf? Warte, bis du einen klaren Ruf erhältst. Du bist mit deiner Gänseblümchenkette noch gar nicht fertig. Es wäre sehr selbstsüchtig von dir, jetzt loszugehen und uns hier deine Arbeit machen zu lassen.“

Da war noch eine andere Gruppe. Es waren Menschen, deren großer Wunsch es war, mehr Wächter auszusenden. Aber sie stellten fest, dass nur sehr wenige bereit waren, zu gehen, und manchmal gab es kilometerweit keine Wachen vor dem Abgrund.

An einer Stelle stand ein Mädchen allein auf ihrem Platz und winkte die Leute zurück, aber ihre Mutter und andere Freunde riefen und erinnerten sie, dass es Zeit war, den Dienst in der Heimat zu beginnen und dass sie die Regeln nicht brechen dürfe. Und weil sie müde war und eine Veränderung brauchte, ging sie und ruhte sich für eine Weile aus, aber niemand wurde geschickt, um ihre Lücke zu schließen und unaufhörlich fielen die Menschen – wie ein Wasserfall aus lauter Seelen.

Ein Kind klammerte sich an einen Grasbüschel, der am Rand des Abgrundes wuchs. Krampfhaft hielt es sich fest und rief – aber niemand schien zu hören. Dann gaben die Wurzeln des Grases nach. Mit einem Schrei  stürzte das Kind hinab, während seine kleinen Hände den Grasbüschel fest umklammert hielten.
Und das Mädchen, das sich danach sehnte, wieder ihren Platz in der Lücke einzunehmen, meinte den Kleinen weinen zu hören. Sie sprang auf und wollte gehen, aber die anderen kritisierten sie und erinnerten, dass niemand gebraucht wird. Sie wüssten, dass sich schon jemand gut um ihre Lücke kümmern würde. Und dann sangen sie ein Lied.
Durch das Lied hindurch erklang ein anderer Ton, wie der Schmerz einer Million gebrochener Herzen, ausgewrungen in einem einzigen vollen Tropfen, ein einziges Schluchzen. Und ein Schrecken großer Finsternis war auf mir, denn ich wusste, was es war: Der Schrei des Blutes!

Dann donnerte eine Stimme, die Stimme des Herrn. "Und er sagte: ‚Was hast du getan, denn die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde.’"

Die Tom-Toms schlugen noch immer schwer, die Dunkelheit bebte und erzitterte noch immer über mir. Ich hörte die Schreie der Teufel-Tänzer und seltsame, wilde Schreie der vom Teufel Besessenen, gerade vor der Türe.

Nach alledem, was soll’s? So ist es viele Jahre gewesen, so wird es noch Jahre weitergehen. Warum machen wir soviel Aufhebens davon?

„Gott, vergib uns! Gott rüttle uns wach! Beschäme uns aus unserer Gleichgültigkeit heraus! Beschäme uns aus unserer Sünde heraus!“

Donnerstag, 25. September 2014

Die Geschichte von Zia

Im Jahre 1964 trat in Kabul in Afghanistan ein 14 Jahre alter Junge mit Namen Zia Nodrat in das NOOR-Blindeninstitut ein. Er kannte zu der Zeit bereits den ganzen Koran auswendig. Auf die westliche Welt übertragen ist das dasselbe, wie wenn eine englischsprachige Person das ganze Neue Testament in Griechisch aufsagen kann, denn Arabisch war nicht Zias Muttersprache. Den Lehrstoff der ersten sechs Klassen des Instituts bewältigte er in nur drei Jahren.
In den Jahren, als er im Blindeninstitut den Unterricht in Blindenschrift besuchte, erlernte er auch die englische Sprache, indem er das, was er in seinem Transistorradio in englischsprachigen Sendungen hörte, jeweils wiederholte. Mit einem kleinen Ohrhörer hörte er Programme, die aus anderen Ländern nach Afghanistan ausgestrahlt wurden. Schließlich stellte er auch Fragen in bezug auf das, was er dort hörte, z.B. "Was versteht ihr unter dem stellvertretenden Sühneopfer?" Er hörte solche theologischen Begriffe in den christlichen Radiosendungen wie "Voice of the Gospel", die aus Addis Abeba in Äthiopien gesendet wurden. 

Nach einer Zeit teilte er einigen wenigen Personen mit, daß er Jesus, den Messias, als seinen persönlichen Retter aufgenommen habe. Die Leute fragten ihn, ob er sich darüber im Klaren sei, daß er dafür getötet werden könne. Denn das islamische Gesetz sieht für jeden, der vom Islam abtrünnig wird, den Tod vor. Er antwortete: "Ich habe die Kosten überschlagen und bin bereit, für den Messias zu sterben, denn er starb ja schon für mich am Kreuz."
Zia wurde dann der geistliche Leiter der wenigen afghanischen Christen. Im Blindeninstitut in Kabul wählten ihn seine Mitschüler zum Schulsprecher. Aber im darauffolgenden Jahr, als es sich herumgesprochen hatte, daß er Christ geworden war, wurde er nicht wiedergewählt. Eine Lehrerin, die Christin war, drückte ihm ihr Bedauern darüber aus, aber Zia zitierte Johannes den Täufer, der im Blick auf Jesus sagte: "Er muß wachsen, ich aber muß abnehmen" (Johannes 3,30). Sein Lebensziel war nicht, sich selbst in den Vordergrund zu stellen, sondern ein demütiger Diener seines Herrn zu sein. Sein Vater sagte, daß Zia, bevor er in das Blindeninstitut eintrat, bildlich gesprochen einer kalten, unangezündeten Kohle glich. Jetzt aber, nachdem er dort lebte, war er eine glühende, hell lodernde Kohle. 

Einmal lieh er sich die englische Übersetzung des Johannesevangeliums in Blindenschrift aus. Er öffnete es und las es mit den Fingern. Dann gab er es zurück und sagte, daß nun seine Frage beantwortet sei. Als er gefragt wurde, welche Frage er denn hatte, wies er auf Johannes 13,34 hin, wo Jesus sagte: "Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebt." Er hatte sich gefragt, warum Jesus das als "neues" Gebot bezeichnete, wo doch schon das Gebot "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst" bei Mose vorhanden war, wie wir es im Alten Testament in 3. Mose 19,18 lesen können. Aber nun verstand er warum. Zia führte aus, daß bis zur Menschwerdung des Messias niemand die Liebe in Person gesehen habe. Dann fuhr er fort, daß die Bibel zeige, daß Gott Liebe ist und daß Jesus als Gott in irdischer Gestalt die Mensch gewordene Liebe ist. Das war es, was das Gebot neu werden ließ: "Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe." Durch sein vollkommenes Leben hat uns Jesus nun ein neues Vorbild gegeben, dem wir folgen sollen.
Zia war der erste Blinde, der eine Schule für normal sehende Schüler in Afghanistan besuchte. Er hatte ein kleines Tonbandgerät bei sich, mit dem er alles aufnahm, was der Lehrer sagte. Hinterher konnte er alles noch einmal durchgehen und gründlich lernen. Deshalb wurde er auch der beste Schüler unter den Hunderten, die sich in seiner Altersklasse befanden. Diejenigen, welche die Versetzung nicht schafften, bekamen eine zweite Chance in den Prüfungen, die nach den dreimonatigen Ferien stattfanden. Zia studierte hingegen den Stoff des nächsten Jahres in der Ferienzeit und legte die Prüfung dafür am Ende der drei Monate erfolgreich ab. Auf diese Weise absolvierte er das Gymnasium in der Hälfte der vorgesehenen Zeit, da er jeweils den Stoff von zwei Jahren in einem Jahr schaffte.
Zia wollte islamisches Recht studieren, um die Christen verteidigen zu können, die um ihres Glaubens willen verfolgt wurden. Deshalb schrieb er sich in der Universität von Kabul ein, die er später mit einem Abschluss in Jura verließ. Nebenher beschäftigte er sich auch intensiv mit Calvins "Institutio", denn er wollte das Weltbild und die Vorstellungen dieses Reformators kennenlernen.
Die Christoffel-Blindenmission in Deutschland ließ dem Blindeninstitut in Afghanistan eine umfangreiche Bibliothek von deutschen Büchern in Blindenschrift zukommen. Weil Zia diese neben seinem Jurastudium her lesen wollte, besuchte er das Goethe-Institut in Kabul und lernte deutsch. Auch dort war er der beste Schüler und gewann ein Stipendium zum Studium in Deutschland, um sein Deutsch zu vervollkommnen. Als man in Deutschland herausfand, daß er blind war, zog man das Stipendium zurück, denn man hatte nicht die Voraussetzungen für das Studium und die Unterbringung einer blinden Person. Zia fragte an, was er tun müßte. Er bekam die Antwort, daß er allein reisen und für sich selbst sorgen müsse. Als er das versprach, wurde er schließlich akzeptiert. Auch bei diesem Studium mit den besten Schülern des Goethe-Instituts aus der ganzen Welt war er wiederum der beste in diesem Fortgeschrittenen-Kurs. 

Zia übersetzte auch das Neue Testament vom iranischen Persisch in seine eigene afghanische Dari-Sprache. Das Testament wurde von der Pakistanischen Bibelgesellschaft in Lahore herausgegeben. Die dritte Auflage wurde 1989 auch von der Cambridge University Press in England veröffentlicht. Zia reiste auch nach Saudi-Arabien, wo er einen Wettbewerb im Auswendigkennen des Koran gewann. Die moslemischen Preisrichter waren so erstaunt und verdrossen, daß ein Nichtaraber den ersten Platz erreichte, daß sie einen weiteren Preis für den besten Araber des Wettbewerbs aussetzten. 

Weil einige blinde Studenten wie Zia Christen geworden waren, ordnete die moslemische Regierung von Afghanistan im März 1973 in einem Erlaß an, daß die beiden Blindeninstitute geschlossen wurden, nämlich das in Kabul und das im eintausend Kilometer entfernten Herat. Alle ausländischen Blindenlehrer mit ihren Familien wurden aufgefordert, Afghanistan innerhalb einer Woche zu verlassen. Als diese entschiedenen Christen das Land verließen, gab ihnen Gott die Verheißung aus Jesaja, 42,16: "Aber die Blinden will ich auf dem Wege leiten, den sie nicht wissen. Ich will sie führen auf den Steigen, die sie nicht kennen. Ich will die Finsternis vor ihnen her zum Licht machen und das Höckerige zur Ebene. Das alles will ich tun und nicht davon lassen."
Die moslemische Regierung ließ dann das Kirchengebäude der christlichen Kirche in Kabul zerstören, nachdem sie zuvor die Genehmigung zum Aufbau gegeben hatte. Präsident Eisenhower hatte die Erlaubnis zur Errichtung des Gebäudes von König Zahir Schah bei seinem Besuch in Afghanistan im Jahr 1959 bekommen, da in Washington D.C. eine Moschee für die moslemischen Diplomaten errichtet worden war, und nun auf der anderen Seite auch die christlichen Diplomaten und anderen Christen in Kabul einen Ort haben sollten, wo sie Gottesdienste abhalten konnten. Bei der Einweihung wurde der Eckstein in wunderschönem afghanischem alabasternem Marmor gezeigt, in den eingraviert war: "Zur Ehre Gottes, der uns liebt und uns durch sein Blut von allen Sünden erlöst hat, wurde dieses Gebäude als Haus des Gebets für alle Nationen in der Regierungszeit Seiner Majestät Zahir Schah am 17. Mai 1970 n.Chr. eingeweiht, wobei Jesus Christus selbst der große Eckstein ist."
Als die Truppen kamen und bei den Vorbereitungen zur Zerstörung der Kirche die Mauer zwischen der Straße und dem Kirchengelände abrissen, ging ein deutscher Geschäftsmann, der Christ war, zum Bürgermeister von Kabul, der den Auftrag gegeben hatte. Er sagte ihm: "Wenn Ihre Regierung das Haus Gottes antastet, wird Gott diese Regierung absetzen." Und das erwies sich als Prophetie. Der Bürgermeister schickte daraufhin einen Brief an die Gemeinde, in dem er sie aufforderte, das Gebäude zum Abriß freizugeben. Ein Ja hätte bedeutet, daß die Regierung keine Entschädigungszahlungen leisten müßte. Die Gemeinde antwortete, sie könne sie an niemanden abtreten, da sie ihr nicht gehöre. Sie war Gott geweiht worden. Sie fügte noch hinzu, daß für den Fall, daß die Regierung die Kirche einnehme und zerstöre, sie Gott gegenüber verantwortlich sei.
Polizei, Arbeiter und Bulldozer wurden geschickt, um die Kirche zu zerstören. Statt sich zu wehren, boten die Kirchenmitglieder diesen Leuten Tee und Gebäck an. Christen in der ganzen Welt beteten für die Kirche und schrieben Briefe an die afghanischen Botschaften in verschiedenen Ländern. Billy Graham und andere bekannte führende christliche Persönlichkeiten unterzeichneten eine Besorgniserklärung, die dem König gesandt wurde. 

Am 17. Juli 1973 war das Zerstörungwerk abgeschlossen. In derselben Nacht wurde die afghanische Regierung, die für die Zerstörung verantwortlich war, durch einen Staatsstreich gestürzt. Afghanen, die schnell dabei sind, in manchen Ereignissen ein Omen zu sehen, sagten, daß Jesus, der Messias, vom Himmel herabgekommen sei, um die Regierung zu beseitigen, die die Kirche beseitigt hatte. 227 Jahre lang war das Land Monarchie gewesen, aber in dieser Nacht wurde es zu einer Republik unter Präsident Daoud. 1978 wurde seine Regierung durch einen kommunistischen Putsch gestürzt. Kurz nach Weihnachten 1979 erfolgte dann die russische Invasion. Millionen von Afghanen verließen ihr Land und flüchteten. Einer der Flüchtlinge soll gesagt haben: "Von dem Zeitpunkt an, als unsere Regierung die Kirche der Christen zerstörte, kam Gericht über unser Land."
Unter den Kommunisten wurde das Blindeninstitut in Kabul wieder eröffnet, und Zia wurde als Leiter eingesetzt. Mit viel Geschick baute er die Arbeit neu auf. Dann aber übte man Druck auf ihn aus, der kommunistischen Partei beizutreten. Das lehnte er ab. Eine Person von Rang teilte ihm mit, daß er bei Ablehnung Gefahr laufe, getötet zu werden. Zia sagte, er fürchte sich nicht davor, umgebracht zu werden, und fragte den Kommunisten im Gegenzug, ob auch er bereit sei zu sterben.
Schließlich wurde Zia unter falschen Beschuldigungen festgenommen und in das Gefängnis für politische Gefangene, Puli Charkhi, in der Nähe von Kabul eingeliefert, wo Tausende hingerichtet wurden. In diesem Gefängnis gab es keine Heizung, die die Gefangenen vor der Winterkälte hätte schützen können. Zia mußte in seinem Mantel bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf dem frostigen Lehmboden schlafen. Ein Mitgefangener neben ihm zitterte vor Kälte, da er nicht einmal eine Jacke hatte. Zia erinnerte sich daran, was Johannes der Täufer gesagt hatte; "Wer zwei Hemden hat, der gebe dem, der keines hat" (Lukas 3,11). Er zog seinen Mantel aus und gab ihn seinem Nachbarn. Von da an hielt ihn der Herr auf wunderbare Weise jede Nacht warm. Er schlief, als ob er ein Deckbett über sich hätte. 

Im Gefängnis unterzogen die Kommunisten Zia einer Schockbehandlung, um eine Gehirnwäsche zu erreichen. Durch den elektrischen Strom erlitt Zia Verbrennungen, die Narben an seinem Kopf hinterließen. Aber sie brachten ihn nicht dazu, seiner Überzeugung untreu zu werden. Als ihm im Gefängnis Gelegenheit geboten wurde, Russisch zu lernen, nahm er dies wahr und wurde auch in dieser Sprache bewandert. Die Kommunisten ließen ihn schließlich im Dezember 1985 frei.
Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis stieß Zia in seiner Blindenbibel auf die Stelle 1. Mose 12,1-3: "Und der Herr sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen werde ... und will dich segnen ... und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen." Zia spürte, daß Gott ihn aufrief, Afghanistan zu verlassen und als Missionar nach Pakistan zu gehen. Er nahm deshalb Verbindung mit einem ihm befreundeten blinden Bettler auf und kleidete sich selbst auch in Lumpen. Auf dem Weg aus dem Land hinaus überließ er seinem Freund alles Reden und konnte so seine eigene Identität verbergen und die Entdeckung durch die Soldaten verhindern. Auf diese Weise war es ihnen möglich, von Kabul kommend den sowjetischen Kontrollposten an der Hauptstraße zu passieren. Sie brauchten zwölf Tage, um die 200 Kilometer zum Khaiber-Paß und nach Pakistan zu bewältigen.
In Pakistan bekam Zia das Angebot, nach Amerika zu reisen und dort Hebräisch zu studieren, denn er arbeitete an der Übersetzung des Alten Testaments in seine Dari-Sprache. Aber er nahm dieses Angebot nicht wahr und meinte, daß er so viel unter den afghanischen Flüchtlingen zu tun habe, daß er das Land nicht verlassen könne. Er begann, ein Institut für die Blinden unter ihnen zu gründen. Er erlernte die Hauptsprache Pakistans, das Urdu, und predigte in dieser Sprache in den christlichen Gemeinden. Außerdem schrieb er ein Buch mit neutestamentlichen Geschichten für Kinder in Dari.
Am 23. März 1988 wurde Zia von der fanatischen Muslim-Gruppe Hisbe Islami („die Partei des Islam") gefangen genommen und beschuldigt, ein CIA-Agent zu sein, weil er Englisch sprach, und ein KGB- oder Khad-Spion, weil er Russisch sprach, und ein Abtrünniger des Islam, weil er Christ geworden war. Er wurde stundenlang mit Stöcken geschlagen. Jemand, der sehen kann, kann sich darauf einstellen, wenn die Schläge kommen, aber einen Blinden treffen die Schläge völlig unvorbereitet und hart - wie bei Jesus, dem sie das Angesicht verdeckten und ihn schlugen (Lukas 22,64). Seiner Frau und seinen drei Töchtern war es auch gelungen, Afghanistan zu verlassen, und sie hatten bei ihm in Pakistan gelebt, bis Zia gekidnappt wurde. Kurz darauf schenkte seine Frau einem netten Jungen das Leben, der seinem Vater ziemlich ähnlich sah. Niemand weiß, ob Zia jemals erfuhr, daß ihm ein Sohn geboren worden war. 

Die letzte Information geht - obwohl sie nicht absolut sicher ist - dahin, daß Zia von der Hisbe Islami ermordet wurde. Bevor sie ihn gefangen nahmen, hatte Zia einem seiner Freunde erzählt, daß er glaube, daß diese Partei, wenn sie seiner habhaft werde, ihn töten würde. Einige Zeit später nahm diese Partei auch zwei pakistanische Christen, die sich um bedürftige Afghanen kümmerten, gefangen und folterte sie. Bevor sie freigelassen wurden, sagte einer der Wärter: "Wir werden euch nicht töten, wie wir es bei Zia Nordat getan haben." Außerdem erklärte ein afghanischer Nachrichtenreporter aus dem Nordwesten Pakistans, daß er Hinweise darauf habe, daß Zia durch die Hisbe Islami auf grausame Weise ermordet wurde.
Die allgemeine Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen stellt in Artikel 13 fest: "Jeder hat das Recht auf Freiheit der Gedanken, des Gewissens und der Religion und die Freiheit, seine Religion oder seinen Glauben auszuleben." Bei Zia wurde dieses Menschenrecht nicht eingehalten. Er wurde seiner Freiheit beraubt und erlitt wahrscheinlich wegen seines Glaubens den Märtyrertod. Vor seiner Gefangennahme hatte er einen Freund, der Christ war, gebeten, für den Fall, daß ihm etwas passieren würde, für seine Familie zu sorgen. Sein Freund sagte dies zu, ohne zu wissen, daß Zia schon kurz danach verschleppt würde. Er konnte es arrangieren, daß Zias Frau und zwei seiner Kinder nach Nordamerika ausreisen konnten.
Gott stülpt den Menschen kein Glaubenssystem über, sondern Er gibt ihnen die Freiheit der Wahl. Wie kommt ein irdisches Regime oder eine Gruppe von Menschen dazu, den anderen ein Glaubenssystem aufzuzwingen? Unser Gebet ist es, daß das neue Regime in Afghanistan die Freiheit der Religion respektiert, welche die Grundlage aller anderen Freiheiten ist. In der afghanischen Dari-Sprache, die in Kabul hauptsächlich gesprochen wird, gibt es ein bekanntes Sprichwort, in dem es um diese Wahrheit geht: "IsaŽí badin khud, MusaŽì badin khud." ("Laßt die Nachfolger Jesu ihre Religion praktizieren und die Nachfolger Moses die ihre.")
Jesus prophezeite: "Es kommt aber die Zeit, daß, wer euch tötet, meinen wird, er tue Gott einen Dienst damit" (Johannes 16,2). Nach seiner Auferstehung richtete er an seine Jünger die folgenden Worte: "Sei getreu bis an den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben" (Offenbarung 2,10). Wenn Zia um des Messias willen getötet wurde, wird er seiner ewigen Belohnung entgegen gehen. Und alle, die den gleichen kostbaren Glauben bewahrt haben, werden ihn eines Tages wiedersehen, wie es die Bibel verheißt: "und sie werden bei dem Herrn sein allezeit" (1. Thessalonicher 4,17). Dann werden wir alles über Zias kompromißlose Christusnachfolge erfahren.
Veröffentlicht von
Fellowship of Faith
P.O. Box 65214
Toronto, Canada M4K 3Z2

Dienstag, 16. September 2014

Die Zuverlässigkeit des Neuen Testaments

http://unwisesheep.org/2011/05/10/die-zuverlassigkeit-des-neuen-testamentes-james-white-2/#comment-11156

Mittwoch, 10. September 2014

Ist die Religion Schuld an allen diesen Kriegen?

Hier ein empfehlenswerter Beitrag dazu: http://christozentrisch.wordpress.com/2014/09/02/ist-die-religion-schuld-an-allen-diesen-kriegen/

Freitag, 29. August 2014

Hat IS etwas mit dem Islam zu tun?

„IS hat mit dem Islam nichts zu tun. 9/11 hatte mit dem Islam nichts zu tun. Madrid hatte mit dem Islam nichts zu tun. London hatte mit dem Islam nichts zu tun. Bali hatte mit dem Islam nichts zu tun. Djerba hatte mit dem Islam nichts zu tun. Lockerbie hatte mit dem Islam nichts zu tun. Burgas hatte mit dem Islam nichts zu tun. Boko Haram hat mit dem Islam nichts zu tun. Die Sauerland-Gruppe hatte mit dem Islam nichts zu tun. Der Tod von Theo van Gogh hatte mit dem Islam nichts zu tun. Die Anschläge auf Jyllands-Posten und Kurt Westergaard hatten mit dem Islam nichts zu tun. Die Fatwa auf Salman Rushdie hatte mit dem Islam nichts zu tun. Rotherham hat nichts mit dem Islam zu tun. Unfassbar, wie der Islam in den Verdacht geraten konnte, keine Religion des Friedens zu sein.“ Henryk M. Broder

Dienstag, 26. August 2014

Gedanken von Leonard Ravenhill über den Richterstuhl Christi

Oh Gott, lass mir die Ewigkeit vor Augen sein! Aber wenn Gott uns die Ewigkeit oder das kommende Gericht vor Augen sein lässt oder auf die fleischernen Tafeln unseres Herzens schreibt, dann sollten wir – davon bin ich überzeugt – total andere Leute sein, Gottes Volk in dieser Welt heute. Wir leben zu sehr in dieser Zeit, wir sind zu irdisch gesinnt. Wir sehen es wie die anderen es sehen und wir denken zu sehr wie andere denken. Wir gehen mit unserer Zeit um wie es auch die Welt tut. Wir investieren unser Geld. Dabei sollten wir eine ganz andere Art von Menschen sein. Ich glaube das die Gemeinde Jesu Christi eine neue Offenbarung der Majestät Gottes braucht. Wir alle gehen um eines Tages vor IHM zu stehen … (Offenbarung 20,12) Kannst du dir das vorstellen? … vor dem Richterstuhl Christi um Rechenschaft ab zu legen für die Taten des Leibes (dieses Lebens) Das ist das Entscheidende – Das ist der König der Könige und ER ist der Richter aller Richter und das ist das höchste Gericht der Gerichte und es gibt keine Berufung danach! Das Urteil ist endgültig. Hör mir zu, wenn du Jesus siehst dann wirst du nicht aufstehen und sagen „Hey Kumpel, bin ich froh das du für mich gestorben bist“ - wenn du IHN siehst wirst du geradezu vor Furcht gelähmt sein wenn du keinen verherrlichten Leib und verherrlichten Geist hast! Du sagst: „Okay Mr. Ravenhill, ich werd in großen Schwierigkeiten sein aber sie müssen wissen, ich hab kein gutes Gedächtnis“. Gut, aber ich sag dir an diesem Tag wirst eines haben. In Maleachi (Mal. 3,16) heißt es Gott hat ein Buch des Gedächtnisses. Und ich denke du würdest gut daran tun diese Woche jede Nacht vor dem schlafen gehen Gott zu fragen „was hast du in dein Buch geschrieben über mein Leben heute?“ Bist du heute aufgestanden und hast Gott gedankt das du wahrhaftig rein geworden bist? Hast du IHM dafür gedankt, dass das teuflische Fieber was dich Kokain schnüffeln oder andere Drogen oder Sachen nehmen ließ von dir gewichen, das ER dich davon befreit hat? Bist du wirklich froh, dass du keine Hure mehr bist, dass du jetzt ein Teil der Braut des Lammes geworden bist? Freust du dich, dass ER dich befreit hat von der Begehrlichkeit deines Herzens und seiner schlechten Gesinnung und all diesem üblen entsetzlichen Dingen die über dich herrschten? Das Erschütterndste und Niederschmetterndste woran ich denke, ist meine persönliche Rechenschaftspflicht gegenüber Gott eines Tages. Wir werden nicht nur gerichtet nach dem Was wir getan haben, sondern auch für das Warum wir es getan haben! Nicht nur für die Tat sondern auch für das Motiv. Was hat dich angetrieben? Warum? Was war das Motiv dahinter? ER betrachtet nicht nur deine Sünden sondern DICH, ER sieht das was dein Leben beherrscht hat. Und es absolut wahr, dass wir nicht nur in einer Welt der unfähigen Politik leben, sondern in einer Welt – und das ist das Tragischste von allem – der unfähigen Kirche. Wann im Namen Gottes wird die Kirche ihr Herz und ihren Geist öffnen und wieder sehen? Kann Gott jede Sünde vergeben die ich begangen habe? Wie ich sagte, sicher - ER kann. Wenn du Buße tust über deine Sünden und um Vergebung bittest Kraft des Blutes Christi und um Gnade flehst. Der zarte weiche Christus, der herab kam Gutes zu tun, kleine Babys zu küssen und die Leute zu segnen … und nun - da ist nicht schöneres als dieses kleine Lamm. Da ist nichts schrecklicheres als der Zorn des Lammes! (Offenbarung 6,16ff) Gott wird jedes Werk und alles verborgenen Treiben in das Gericht bringen. Die Toten, die Kleinen und die Großen, stehen vor Gott an diesem Ehrfurcht gebietendem Tag. Meinst du ich bin nur ein Schauspieler? Warum lebe ich so, was ist das Geheimnis? Gott hat uns nämlich nicht nur Christus gegeben sondern (in IHM) alle Dinge. Und weil nicht genug Freude im Hause Gottes ist brauchen wir Unterhaltung! Und Unterhaltung ist der Ersatz des Teufels für diese Freude. Ich denke bevor wir mit dem Finger auf die Welt zeigen sollten wir eher auf uns sehen und sagen: „Lasst uns in Sacktuch und Asche gehen und uns demütigen und sagen: Oh allmächtiger Gott!“ Wenn ich die Gemeinde im neuen Testament sehe... sie hatten keine festen Gebäude - keine bezahlten Evangelisten, keinen Haufen Geld und keine großen Organisationen – sie konnten nicht im Fernsehen betteln, aber ich sag dir was sie taten: sie haben die Welt auf den Kopf gestellt! Und ich bin beschämt zu der (sichtbaren) Gemeinde Jesu heute zu gehören, weil ich glaube, dass es eine Beschämung eines heiligen Gottes ist. Unsere größte Freude heute ist in die Hände zu klatschen und eine gute Zeit zu haben und danach reden wir all dieses Geschwätz gleich der Welt. Oh zu sein in IHM! Verzehrt von IHM! Bist du so nahe am Herzen Gottes das du seine Trauer über diese Welt und eine abfallende Kirche wie wir sie heute haben teilst? Wenn du voran gehst und mündig und erwachsen wirst in Gott, dann werden all die Zwerge um dich herum dich kritisieren und belächeln und sagen: „du willst wohl heiliger sein als alle anderen“? Und du wirst erkennen – der Mann, der am heldenhaftesten für Gott ist, dass wird der Mann mit dem hingegebensten Leben sein. Das Einzige, was mich dauerhaft im Sieg durch das Blut Christi sein sein lässt, ist meine persönliche Hingabe an IHN, den Sohn Gottes. Meine Anbetung die ich IHM gebe als tägliche Anerkennung. Das ist mehr als mein Dienst, mehr als Geld spenden. Ich liebe und verehre IHN und ich verherrliche IHN und sitze zu seinen Füßen. Willst du wissen warum die Welt da draußen arm und krank ist? Weil sie nicht wissen wie man betet - darum. Ich habe es oft gesagt und so sag ich es heute morgen wieder: “Kein Mann ist größer als sein Gebetsleben“. Lasst mich eine Weile mit einem Mann gehen und an seinem Gebetsleben teil haben, und ich sag dir, wie ich denke, dass er groß oder majestätisch in Gott ist. Es geht auf einen Ehrfurcht gebietenden Tag zu … Du siehst da ist keine Möglichkeit... keine Möglichkeit für einen Probelauf. Und vor allem – da ist keine Möglichkeit einer Wiederholung. Weil dies das endgültige Gericht sein wird. Ich denke wieder an ein Zitat von Dr. Tozer was er mir einst gab, er sagte: „Lennard weißt du was?“ Er sagte: „Wenn wir die Zeit verlassen und in die Ewigkeit eingehen und staunen, werden wir unsere Köpfe beugen in Scham und Erniedrigung und sagen: Mein Gott! - schau auf diese Reichtümer die in Jesus Christus sind, und wir kommen zum Richterstuhl wie ein Bettler“. Meister vergib und erwecke uns erneut, vertreibe unsere Weltlichkeit hilf uns stets zu leben mit Ewigkeitswerten im Blick. Wie der große Mann der Erweckung sagte - „Oh Gott, lass mir die Ewigkeit vor Augen sein!“ Verstehst du, wenn wir hier nicht leben als eine andere Art von Menschen auf dieser Erde, haben wir kein Recht hier zu leben. Und wir sollten wieder ein Volk was wirklich getauft ist mit Gehorsam, ergeben dem souveränen Willen Gottes, nicht besorgt über die menschliche Meinung und nicht nach mehr Verschwendung für uns selbst fragen sondern: Oh Gott, bereinige mein Leben, so dass ich, wenn ich in deiner Furcht erregenden Gegenwart stehe - wie auch Johannes sagte – nicht beschämt bin bei seiner Erscheinung.

Donnerstag, 21. August 2014

Das Ende der Spötter

Verweis auf einen interessanten Artikel: http://www.soulsaver.de/blog/2014/08/mitarbeiter-des-blasphemischen-satieremagazins/

Dienstag, 19. August 2014

Gedanken von A.W. Tozer

Christus ruft die Menschen auf, ein Kreuz zu tragen; wir rufen sie dazu auf, in seinem Namen Spaß zu haben. Er beruft sie, die Welt aufzugeben; wir versichern ihnen, daß sie nur Jesus aufzunehmen brauchen und daß dann die Welt ihnen gehört. Er ruft sie auf zu leiden; wir fordern sie auf, alle bürgerlichen Bequemlichkeiten zu genießen, die die moderne Zivilisation zu bieten hat. Er beruft sie zu Selbstverleugnung und zum Tod und wir fordern sie zu Selbstverwirklichung auf. Er fordert sie zur Heiligkeit auf; wir verkünden ein billiges und glitzerndes Glück, das selbst von den geringsten der stoischen Philosophen verächtlich zurückgewiesen worden wäre. Gottes Weisheit ist nicht kompatibel mit der Weisheit dieser gefallenen Welt. Denn es steht geschrieben: "Ich will die Weisheit der Weisen vernichten, und den Verstand der Verständigen will ich verwerfen … Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur Torheit gemacht?" (1Kor 1,19.20)

Montag, 18. August 2014

Empfehlung...

..für das Bibel und Koran-Team. Dieses Team beschäftigt sich eingehend mit den Lehren von Mohammed und Jesus und stellt sie in ihren Videos vergleichend dar. Ich wünsche, dass diese Videos eine Verbreitung finden, damit nicht nur ich von diesem Wissen profitiere.
Hier sind einige davon:




                                                                            

Sonntag, 27. Juli 2014

kenne deine Bibel- von Bob Jennings





Und so werden wir hier angehalten, reich zu sein; die Bibel zu unserem innigen Freund zu machen, und sie so wie unseren Handrücken zu kennen. Es ist aber traurig zu sagen, dass so viele nicht reich, sondern vielmehr armselig im Wort sind. Sie sagen, dass sie zwar schon seit geraumer Zeit Christen sind, aber sie haben die Bibel hier nicht ein einziges mal durchgelesen.

Es erinnert mich an einen Ehemann, der für eine Weile fort war, und er kommt zurück und findet heraus, dass seine Frau es nicht geschafft hat, seinen ganzen Brief durchzulesen.
Nun, wie soll sich da der Herr fühlen? Sicherlich ist es eine Kränkung und Beleidigung für Ihn… dass Er sein schönes Wort her-und zusammengestellt hat, und wir lesen dann nicht darin?
Bei einigen liegt es einfach daran, dass sie nie wiedergeboren wurden, richtig? Ich meine, sie haben das Wort Gottes nicht in ihren Gedanken geschrieben; es ist nicht in ihre Herzen geschrieben. Dies ist die Realität des Neuen Bundes: Wenn der Herr bei der Wiedergeburt kommt, dann setzt Er das Wort in unsere Seelen. Und somit liegt es bei einigen daran, dass sie nie wiedergeboren wurden.
Ihr Frauen, wenn ihr einen Mann seht, an dem ihr interessiert seid, und ihr findet heraus, dass er nicht täglich im Wort Gottes ist, so heiratet ihn nicht. Nähert euch nicht der Tür seines Hauses.
Dasselbe andersherum für Männer bei Frauen.

Denn jene Person, die ihr seht, ist ein verfluchter Mensch. „Der gesegnete Mensch“,- siehe Psalm 1:2,- „hat seine Lust am Gesetz des HERRN und sinnt über Sein Gesetz Tag und Nacht nach.“
Wir sprechen hier ja nicht einfach über grobe Bibelkenntnis, richtig?
Weiter steht dort: „Lasst das Wort des Christus reichlich in euch wohnen in aller Weisheit.“ (Kolosser 3:16)

Es spricht über die Weisheit; nicht einfach über die Kenntnis, um der Kenntnis willen. Ich meine, die Kenntnis kann nichts, als uns zerstören. Wenn wir nicht vorsichtig sind, plustern wir uns auf. Da gibt es eine Menge Stolz, dem man anheften kann, wenn man die Bibel besser kennt wie jemand anderes. Schrecklich. Wir können uns damit aufblähen.
Somit möchten wir nicht einfach mehr Informationen, sondern ein verändertes Leben. Wir möchten die Gesinnung Christi haben. Wir möchten den Herrn kennen und auf der heiligen Seite sein. „Ich suche Dich, Herr.“
, Wenn wir demnach die Bibel lesen, so möchten wir sie richtig lesen, um die Botschaft zu erhalten; um die Gesinnung Christi zu bekommen, sodass das Wort in uns wohne in aller Weisheit.
Wie kennen wir dieses Buch? Wie können wir wissen, dass jene Worte inspiriert sind? Nun, zugegebenermaßen, kann ich es euch nicht beweisen; so wie 2+2=4 ergibt. Wie ihr wisst, können die Blinden die Sonne nicht sehen. Aber wenn die Augen einmal geöffnet wurden, dann ist überall Licht. Es wird selbst beglaubigt durch die geistlich Erleuchteten.
Wie der Bruder in seinem Zeugnis sagte, er hatte das Buch des Johannes nicht gelesen, bevor er begriff, dass dieses Buch von einem anderen Reich ist. Es beglaubigt sich selbst.
Denkt an seinen Stil. Ich meine, den Koran kann man nicht vergleichen. Denkt an die Botschaft. Wir sprechen über den Ursprung aller Dinge. Wir sprechen über das Ende aller Dinge. Über die Bestimmung aller Dinge. Wir sprechen über Himmel und Hölle; wie man das eine erreichen, und dem anderen entkommen kann. Wir sprechen über das ewige Leben! Über die Unsterblichkeit! Wie man das Grab überwindet!

Dies ist die Botschaft des Buches, das wir in unserer Hand halten! Und da gibt es nichts anderes, dass uns diese Gnade, diese Hilfe, dieses Leben, diese Kenntnis, diese Weisheit geben kann.
Denkt an die Einheit dieses Buches. Autoren, in einer Zeitspanne über 1600 Jahren. Und dennoch verschmilzt alles zusammen in eine einzige, großartige Botschaft.
Denkt an die Verbreitung dieses Buches. Kein Buch kann man damit vergleichen! Es wurden weit mehr Bibeln in mehr Sprachen übersetzt, als jedes andere Buch, dass jemals geschrieben wurde.
Denkt an die Erhaltung dieses Buches. Es wurde überall von den Stolzen mit den Füßen getreten, und dennoch bleibt es bestehen.
Denkt an die Prophezeiungen in diesem Buch. Städte wurden prophezeit, und Länder wurden vorhergesagt, hunderte von Jahren zuvor; selbst im Detail, bis genau zu den 30 Silberstücken (siehe Matthäus 26:15).
Ja, es gibt kein Buch wie dieses!

David sagte in Bezug auf Goliath: „Herr, Dir ist niemand gleich!“ Niemand! Und genauso ist es mit dem Schwert des Geistes: da gibt es nichts mit diesem Buch vergleichbares, das wir haben!
Was tun wir mit dem guten Wort Gottes? Denkt an die Kraft dieses Buches. Leben wurden verändert, Länder haben sich gewandelt, Seelen wurden erlöst, die Sünde wurde besiegt, die Finsternis wurde durch dieses Buch verstreut… Was für ein Buch wir nur haben!
Der Herr sagte nicht: „Euer Haus wird vergehen.“ Er sagte: „Himmel und Erde werden vergehen, aber Meine Worte nicht.“ Sie sind untrüglich.
Die Gesundheit versagt, die Wirtschaft scheitert, alles schwindet und nutzt sich ab. Aber das Wort Gottes bleibt bestehen.

Wenn es untrüglich ist, müssten wir alles darin investieren, richtig? Andere Dinge versagen, aber das Wort Gottes wird nicht versagen. Es wird euch nie leidtun. Gebt euch selbst hin zu den zwei ewigen Dingen auf dieser Welt, nämlich dem Wort Gottes und den Menschenseelen.
Georg Müller schätzte, dass er die Bibel über hundertmal gelesen hatte, als er das sechzigste Lebensjahr erreichte. Und dann, in den letzten 25 Jahren seines Lebens, las er sie noch einmal hundertmal, also fünfmal im Jahr. Aber dennoch sagte er am Ende seines Lebens: „Ich empfinde, als ob ich erst angefangen habe, an der Oberfläche davon zu kratzen, was Gott uns zu sagen hat.“
Dieses Wort ist so lebenswichtig. Ich meine, es ist unerlässlich in der Errettung, richtig? Es ist die Kraft Gottes in der Errettung. In den Zeitungen, in Magazinen, in Facebook, dort werdet ihr keine Hilfe finden hinsichtlich eurer Sünden.

Wisst ihr, als ich hier am Donnerstag ankam, da ging ich da vorne hin an die Tür wegen der Anmeldung, und ich sah dort ein Hinweisschild. Da stand: „Anmeldung für die Fellowship Conference im hinteren Teil des Gebäudes.“ Und da war ein Pfeil: „Geht diesen Weg, und dann diesen.“ Und wisst ihr, was ich getan habe? Ich habe da drinnen eine Sekretärin sitzen sehen; ich öffnete die Tür und fragte sie. Und sie antwortete dasselbe, was auf dem Schild stand. Danach ist es mir bewusst geworden und ich dachte: „Warum habe ich das Schild nicht so übernommen mit dem, was darauf steht?“

Und genauso ist es bei uns: wir müssen das Buch so übernehmen, was da drin steht! Es ist ein Wegweiser zum Himmel; da könnt ihr euch sicher sein, also wandelt darum im Licht.
Ja, es ist so hinreichend. Ihr könnt an die Uni gehen und ein Diplom in Soziologie bekommen, aber dennoch wisst ihr nicht, wie ihr mit eurem Bruder, eurer Schwester, eurem Vater, eurer Mutter, eurer Frau auskommen sollt. . Ihr könnt ein Diplom in Philosophie bekommen, und dennoch kennt ihr nicht den wahren Sinn des Lebens. Ein Diplom in Sprechkunde und Kommunikation, aber nichtsdestotrotz wisst ihr nicht, wie ihr mit dem Gott, der euch erschaffen hat, reden sollt.
Dies ist das gute Wort Gottes; lasst uns darin reich sein. Es ist so herrlich! Ich meine, seine Geschichten sind zutreffend. Seine Prophezeiungen sind wahr. . Seine Phrasen sind schön. Seine Regeln sind heilig. Es ist das gute Wort Gottes.
Kein Wunder, dass John Wesley sagte: „Gebt mir das Buch, gebt mir das Buch Gottes!“
Wisst ihr, wie kommt es, dass ein Student an die Hochschule gehen kann, und plötzlich befindet er sich sozusagen in einem anderen Gang? Er ist am pflügen, er studiert. In jedem freien Moment ist er am studieren. Man steht auf vom Esstisch, und zurück zu den Büchern. Wie kommt es, dass wir Bücher so fleißig studieren, die Menschen geschrieben haben, aber wenn es um das gute Wort Gottes geht, dann sind wir so gemächlich und lässig? Es hat keinen Anschein; es macht keinen Sinn.
Neulich sprach ich mit einem Bruder, und er sagte, während der Arbeitszeit sagte er: „Ich höre mir das Buch an die Hebräer drei oder viermal an.“ Ich vergaß schon am Mittag, was er sagte. Ihr habt es in den Kopfhörern, und… ihr rammt buchstäblich das Wort Gottes in die Seele!
Es muss hineingehen! Irrt euch nicht und trödelt herum. Eure Zeit, eure kostbare Zeit.
Lasst uns beschließen… wisst ihr, Esra sagte: „Ich richte mein Herz darauf…“ , wisst ihr, wie einen Wecker: „Ich richte mein Herz darauf, das Gesetz des Herrn zu studieren.“
Wir müssen hier einen Vorsatz fassen, und es anpacken. Entscheidungen… Entscheidungen, darüber spreche ich…

Oh, welch ein Wort wir haben! Lasst uns reich darin sein und es herausbekommen; ich meine jetzt!
Ich bin aufgewachsen in Nordostiowa, in einer kleinen Bauerngemeinde, und in jenen Tagen war an ca. jeder viertel oder halben Meile eine Hofstelle. Jeder kannte jeden. Da gab es einen Axel Rasmussen; da war ein Baldy Peeper; da gab es Ed Portus, und bis zum Ende kannten wir sie alle.
Ich hatte eine Zeit…, also da war eine Zeit in meinem Leben, dass ich hätte zurückgehen können, ca. 2 oder 3 Jahre, nachdem ich mich bekehrt habe; als ich noch bei meinen Eltern Zuhause gelebt habe, und den Kies-LKW fuhr, dass ich hätte zurückgehen können in jene Gegend, von Tür zu Tür und alles, was ich ihnen hätte sagen können, wäre gewesen: „Mein Freund, du Freund meines Vaters, ich möchte dir sagen, dass ich durch die Gnade Gottes von meinen Sünden errettet wurde.“ Aber ich habe es nicht getan. In jenen Tagen war ich so geduckt. Ich habe es nicht fertiggebracht. Und wisst ihr was? Jetzt sind sie fast alle fort.
Wenn ihr irgendetwas für Gott tun möchtet, so tut es besser jetzt. Tut es besser noch heute! Macht euch lieber ans Werk! Bewegt euch!
Seid reich in dem Wort, und das umso mehr, als ihr den Tag herannahen seht!